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NWZonline.de Region Bremen

Musik: Wie das Ensemble „Volcania“ Corona trotzt

08.05.2020

Bremen Das Abstandhalten gehört ja jetzt zum guten Ton. Gut, dass im Sendesaal an der Bürgermeister-Spitta-Allee genügend Platz ist. Denn der Saal mit seiner weltberühmten Akustik dient dem Bremer Ensemble „Volcania“ als Aufnahmestudio für ihr erstes Album.

Neue Musik und alte Ins­trumente verbindet die neunköpfige Gruppe – und das nun buchstäblich über alle Pandemiegrenzen hinweg. Auf der Sendesaalbühne können die Musiker bequem den Mindestabstand einhalten, das Ensemble wird im Halbkreis sitzen. „Ich hoffe, die Distanz wird nicht zu sehr ins Gewicht fallen, man hat ja trotzdem die Energie über 1,50 Meter“, sagt die Blockflötistin Elisabeth Champollion, die das Ensem­ble leitet.

Das Album wird den Titel „Villa Vivaldi“ tragen. „Für die Produktion spielen wir virtuose Instrumentalconcerti von Antonio Vivaldi und zwei moderne Kompositionen ein“, sagt Champollion, die wie die Ensemblemitglieder Franciska Hajdu (Violine) und Pedro Alcacer Doria (Gitarre) an der Bremer Hochschule für Künste studiert hat. Das Stück „Traité des passions“ komponierte der Münchener Moritz Eggert für „Volcania“, der aus Bremen stammende Musiker Mark Scheibe schrieb das namensgebende Werk „Villa Vivaldi“.

„Die Stücke sind wie die von Vivaldi lebenssprudelnd und spritzig und kitzeln das Virtuose hervor“, so Champollion. Die „Volcania“-Leiterin schätzt den direkten Dialog mit zeitgenössischen Komponisten. „Die Zusammenarbeit macht richtig Spaß.“

Ursprünglich sollte die per Crowdfunding finanzierte CD im März in einer kleinen Kirche in Thüringen eingespielt werden. Alles war vorbereitet. Durch die Pandemie stand die Aufnahme dann zunächst auf der Kippe. Bis die Musiker die Lösung mit dem Sendesaal fanden. Manchmal liegt das Gute so nah: „Der Sendesaal ist sensationell. Wir haben ein Juwel in der Stadt.“

Die Gruppe überwand zudem etliche bürokratische Hürden, um den in Südfrankreich festsitzenden Gitarristen Doria nach Bremen zu holen. Der Mexikaner mit spanischem Pass (und italienischem Wohnsitz) kam schließlich Ende April in Bremen an. Nach dessen Quarantänezeit nimmt „Volcania“ die Arbeit auf. Dann wird nicht der Abstand beim, wohl aber der Abstand vom gemeinsamen Musizieren überwunden sein.

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