BREMEN - BREMEN/R - Die Muslimin Ayla K. trägt aus religiöser Überzeugung auch im Unterricht ein Kopftuch. Das Bremer Verwaltungsgericht hat ihr das erst neulich per Eilentscheidung erlaubt. Doch Bildungssenator Willi Lemke (SPD) hat nachlegt. Und die große
Bürgerschaftsmehrheit von SPD und CDU hat einen „Kopftuchkompromiss“ zum Gesetz gemacht. Danach soll das Tragen von religiösen Symbolen im Unterricht verboten sein, wenn diese „geeignet sind, den Schulfrieden zu stören“. „Wir gehen davon aus, dass wir dann auch in diesem Fall sagen können: ,Ohne Kopftuch, bitte!‘“, sagt Lemkes Sprecher Rainer Gausepohl. Man habe Frau K. schon nach dem Gerichtsbeschluss „sehr deutlich mitgeteilt“, dass sie ihr Referendariat „nur vorläufig“ aufnehmen dürfe. Es sei „nicht einfach“ gewesen, überhaupt eine Schule zu finden, die bereit war, die kopftuchtragende Referendarin aufzunehmen, so der Sprecher.
