• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Bremer AfD sagt Termine mit Gauland und Meuthen ab

09.05.2019

Bremen Die Bremer AfD hat drei Wahlkampfveranstaltungen unter anderem mit Parteichef Alexander Gauland abgesagt. Als Grund nannte die Partei, es habe Morddrohungen gegen den türkischen Vermieter des Saals gegeben, in dem die Veranstaltungen hätten stattfinden sollen. Auch die Abschlussveranstaltung des Europawahlkampfs der Bundes-AfD mit Spitzenkandidat Jörg Meuthen in Bremen am 24. Mai wurde abgesagt. Gauland wollte am Samstag auftreten in Bremen. An einem Auftritt an diesem Freitag in Peine hält er aber fest.

Die Staatsanwaltschaft Bremen bestätigte am Donnerstag, der Vermieter des Saals habe zwei anonyme Anrufe erhalten. Nicht bestätigen hingegen konnten die Ermittler, dass die Anrufer mit Mord gedroht hätten, wie die AfD es darstellt.

Einen neuen Veranstaltungsort will die Partei nicht suchen, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz am Donnerstag. Man habe fünf Monate nach einem Saal gesucht und bis auf das Deniz Saray Event Center durchweg Absagen bekommen. Der Vermieter des Saals wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Vorgang äußern.

Der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade, sagte, der erste Anrufer habe den Saalvermieter gefragt, ob er sich die Ausrichtung der AfD-Veranstaltungen gut überlegt habe und dass das Konsequenzen haben werde. Der zweite Anrufer habe nach der AfD-Veranstaltung mit Alexander Gauland gefragt und den Saalbetreiber aufgefordert, sich das noch einmal zu überlegen, weil die Dinge sonst eskalieren würden. „Da jetzt eine Morddrohung rein zu interpretieren, halte ich für gewagt“, sagte der Staatsanwalt.

Der Vermieter habe sich nach den Anrufen mit der AfD in Verbindung gesetzt und die Termine abgesagt, sagte Passade. Weil ein politischer Hintergrund nicht auszuschließen sei, ermittele der Staatsschutz.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Magnitz sagte: „Die Vermutung ist naheliegend, dass die Täter aus dem linksextremen Spektrum stammen.“ Die Staatsanwaltschaft bestätigte diese Mutmaßung nicht. Magnitz ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Bremen am 26. Mai. Im Januar war er von Unbekannten überfallen und verletzt worden.

Konkret ging es um drei Veranstaltungen, die alle im selben Saal stattfinden sollten, wie Magnitz sagte. Am 11. Mai sollte Alexander Gauland sprechen, am 18. Mai zwei AfD-Bundestagsabgeordnete und am 24. Mai Jörg Meuthen. Dieser Termin sei auch als Abschluss des Landtagswahlkampfs in Bremen gedacht gewesen, teilte die AfD Bremen mit.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.