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NWZonline.de Region Bremen

Bremen stellt Masterplan für bessere Luftqualität vor

24.08.2018

Bremen Zwei Fördertöpfe des Bundes sind ordentlich gefüllt – mit jeweils 500 Millionen Euro für „nachhaltige und emissionsfreie Mobilität“ sowie für „perspektivische Infrastrukturmaßnahmen“. Die Milliarde kommt von der Bundesregierung und der Automobilindustrie – sie ist ein Ergebnis des „Dieselskandals“.

Bremen will die Töpfe anzapfen und hat dafür einen „Masterplan Green City“ erarbeitet und der Öffentlichkeit präsentiert. Das Werk ist mehr als 200 Seiten stark und enthält rund 70 Einzelprojekte in vier Handlungsfeldern. Gunnar Polzin, Leiter der Verkehrsabteilung im Bau-, Umwelt- und Verkehrsressort vom grünen Senator Joachim Lohse, ist zuversichtlich: „Mehrere zehn Millionen Euro in Bremen sind realistisch.“ Die ersten Förderbescheide könnten im Herbst verschickt werden, das Geld soll 2019 fließen.

Der „Masterplan“ baut den Angaben zufolge auf dem Verkehrsentwicklungsplan 2025 auf. Er rückt Maßnahmen zur Senkung der Luftschadstoffe zur Einhaltung der Grenzwerte und zur Abwendung von Fahrverboten in den Mittelpunkt, bei denen die Chancen für eine Bundesförderung in den kommenden Jahren hoch sind. Rund 70 Maßnahmen sind untersucht und bewertet worden – und zwar in den vier Handlungsfeldern „Innovative Verkehrsplanung für Carsharing und nicht-motorisierten Verkehr“, „Digitalisierung des Verkehrssystems“, „Automatisiertes Fahren“ und „Veränderung durch Antriebe und Treibstoffe“. Bei der Erstellung des Masterplans waren neben dem Verkehrsressort unter anderem der Fahrradclub ADFC, die Hochschule Bremen, die Wohnungsbaugesellschaft Gewoba, Mercedes, der Versorger SWB, der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) sowie die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) beteiligt. Es geht unter anderem um die Umsetzung von Fahrrad-Premiumrouten, Machbarkeitsstudien für Fußgänger- und Fahrradbrücken auf dem Stadtwerder, in Habenhausen und im Europahafen, um die Ausweitung der Carsharing-Systeme in innenstadtferne Quartiere, aber auch um die Vernetzung von Bus, Bahn, Taxi und Carsharing-Systemen oder um Möglichkeiten, die „BOB“-Karte des VBN als App aufs Handy zu laden.

Der Umweltschutzverband BUND Bremen bezeichnet den „Masterplan“ als Feigenblatt. Die Initiative sei zwar gut gemeint, „springt aber zu kurz“, sagt der Landesvorsitzende Dieter Matur. Er sagt: „Die im Plan zusammengefassten Maßnahmen sind nicht geeignet, kurzfristig die Luftqualität in Bremen und Bremerhaven zu verbessern, die nur knapp die Grenzwerte einhalten.“

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