BREMEN - BREMEN/SK - In Deutschland wächst die Zahl der drahtlosen PC-Netzwerke (WLAN) ständig. Einer der Gründe: Kaum ein aktueller Computer ist nicht WLAN-fähig.

Von dieser Entwicklung profitieren nicht nur die Nutzer, sondern auch Datenspione. Umso wichtiger ist eine Datenverschlüsselung über WEP (Wireless Encyption Protocoll). Nur: In Bremer arbeiten über 63,3 Prozent der PC-Nutzer mit einem ungeschützten WLAN. Damit liegt Bremen bei den „unsicher“ getesteten Städten auf Platz eins.

Diese Sicherheitslücken ermöglichen es Hackern ohne große Probleme, sich in fremde Funknetzwerke einzuwählen und zum Beispiel kostenlos im Internet zu surfen oder einen Einblick in gespeicherte Dateien zu erlangen.

„Doch nicht nur die Sicherheit ist ein Problem beim WLAN: Auch der Elektrosmog, der bei der drahtlosen Datenübertragung entsteht, sollte berücksichtigt werden“, gibt Michael Kittlitz, Geschäftsführer der PC-Feuerwehr, zu bedenken. Wer in Wohnung, Büro oder Haus mehrere PCs zu einem Netzwerk zusammenschließen möchte, ohne neue Netzwerkkabel verlegen zu müssen, dem ist mit einem LAN über die Steckdose geholfen. Das hausinterne Stromnetz wird einfach in ein Datennetzwerk umfunktioniert.

Mit der PowerNet-Technologie können so bis zu 16 PC lokal über Stromleitungen vernetzt werden. Dazu muss jedes Gerät an einen Adapter angeschlossen werden, der mit einer Steckdose verbunden wird.

Die PC-Feuerwehr, nach eigenen Angaben Deutschlands ältester Computer-Service mit bundesweit 18 Standorten, hatte entlang einer 40 Kilometer langen Strecke die Sicherheit der Funk-Netzwerke getestet. In Bremen wurden 316 Wireless LANs gefunden.