BREMEN - Heute ist ein „Tag der offenen Tür“. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 20,5 Millionen Euro.
Von Ralf Sussek
BREMEN - Das Klinikum Links der Weser (LdW) wächst weiter. Gestern wurde nach fast zweijähriger Bauzeit das ambulante Versorgungszentrum eingeweiht. „Die Verbindung von stationärer und ambulanter Behandlung ist hier sichtbar – und spürbar“, sagte der Kaufmännische Direktor des LdW, Peter Stremmel. Spürbar auch für ihn selbst und die Verwaltung – schließlich durften die Mitarbeiter nun aus den Baucontainern aus- und in neue Büros einziehen.Mit dem Erweiterungsbau soll die Erfolgsgeschichte des Klinikums – im vergangenen Jahr wurden hier 25 000 Patienten stationär und 20 000 ambulant behandelt – nun fortgeschrieben werden. Ein klares Bekenntnis zu den kommunalen Krankenhäusern legte Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) ab. „Wir stellen die vier Standorte nicht infrage.“ Damit der eingeschlagene Weg funktioniere, müsse „jedes Haus die maximale Leistung bringen“. Und: „Wir brauchen eine dezentrale Profilbildung“ sowie eine Politik für die Krankenhäuser „aus einem Guss“.
Das Reha-Zentrum hat laut Stremmel „einen stürmischen Verlauf genommen“ und sei durch eine Verdoppelung der Fläche auf 3000 Quadratmeter deutschlandweit das größte seiner Art. Dazu kommt das ambulante OP-Zentrum mit vier Operationssälen, eine HNO-Praxis, eine Praxis für Pränataldignostik und eine für Röntgen. Außerdem eine Apotheke, ein Friseursalon und ein Blumengeschäft. „Solch ein Pensum kann nur schaffen, wer voller Elan ist“, lobte Stremmel die Belegschaft des LdW, die während der fast zweijährigen Bauphase Mühen und Belästigungen in Kauf nehmen musste. Die gesamten Baukosten des 9000 Quadratmeter großen ambulanten Versorgungszentrums belaufen sich auf rund 20,5 Millionen Euro. Heute ist „Tag der offenen Tür“ im ambulanten Versorgungszentrum des LdW.
Stremmel nutzte die Gelegenheit zum Plädoyer für kommunale Kliniken als selbstständige Eigenbetriebe, beklagte die „nahezu verheerende“ Wirkung des Klinik-Untersuchungsausschusses und stellte sich vor die Belegschaft des Klinikums Ost: „Das war keine Klinikaffäre, sondern allenfalls eine Affäre der Geschäftsführer.“
