BREMEN - Nach dem Streit um den geplanten Bau eines stationären Hospizes im Stadtteil Horn wollen die christlichen Johanniter nun im Norden der Hansestadt bauen. Zu diesem Zweck werde mit dem „Haus Hügel“ die ehemalige Tagungsstätte der Bremischen Evangelischen Kirche gekauft, teilten die Johanniter am Montag mit.

„Wir sehen hier die größten Chancen, in zwei Jahren das Hospiz zu errichten und in Betrieb zu nehmen“, sagte Johanniter-Pastor Walter Weber. Möglich wird der Bau mit acht Plätzen für sterbenskranke Menschen durch das Vermächtnis einer Bremerin. Es legt fest, dass die Einrichtung spätestens im Juni 2014 in Betrieb gehen muss.

Deshalb müsse die Planung jetzt schnell fertig werden, ergänzte Weber. Eigentlich sollte das Haus im Bremer Stadtteil Horn entstehen. Das Vorhaben scheiterte dort aber am Widerstand der Anwohner und der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde.

Die Pläne werden diesmal nach Angaben der Johanniter von der benachbarten Kirchengemeinde ausdrücklich unterstützt. Auch das kommunale Ortsparlament und das Diakonische Werk in Bremen begrüßen den neuen Standort. „Jetzt sind nur noch Detailfragen zu klären“, sagte Diakonie-Landespfarrer Michael Schmidt. Haus und Gelände sollten bereits im August übergeben werden. „Wir werden neu bauen“, erläuterte Weber. Die Investition bewege sich zwischen 1,5 Millionen und zwei Millionen Euro.

Ob und in welchem Umfang bestehende Gebäude auf dem etwa 14 000 Quadratmeter großen parkähnlichen Grundstück genutzt werden, muss nach seinen Worten jetzt geklärt werden. Der Baustart soll spätestens nach dem kommenden Winter erfolgen.