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NWZonline.de Region Bremen

Deutlich mehr Arbeit für Bremer Rechtsmediziner

02.09.2017

Bremen Das neue Leichenschaugesetz beschert den Rechtsmedizinern in Bremen mehr Arbeit. Mehr als 500 Tote mussten sie seit Einführung der sogenannten qualifizierten Leichenschau zum 1. August begutachten – und damit 20 Prozent mehr als sonst innerhalb eines Monats. Auch der Aufwand sei deutlich höher, sagte eine Sprecherin des Klinikverbundes Gesundheit Nord, zu dem das Institut für Rechtsmedizin gehört. Die Rechtsmediziner müssten nun Bestatter und Krankenhäuser in ganz Bremen aufsuchen, um Leichen freizugeben.

Bremen hatte als erstes Bundesland die qualifizierte Leichenschau eingeführt, um mehr Tötungsdelikte aufzudecken. Anlass waren auch die Verbrechen des Ex-Pflegers Niels Högel in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst. Dort tötete der gebürtige Wilhelmshavener offenbar mindestens 90 Menschen. Weitere Texte zur wohl größten Mordserie der Nachkriegsgeschichte finden Sie im NWZ-Spezial.

In Bremen haben bisher Mediziner im Krankenhaus oder zu Hause den Tod eines Menschen festgestellt und bescheinigt. Seit dem 1. August untersucht ein speziell ausgebildeter Leichenschauarzt den Toten zusätzlich. „Angehörige von Verstorbenen erhalten dadurch mehr Sicherheit“, sagte Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD). In zwei Jahren wollen die Behörden das Verfahren auswerten und gegebenenfalls nochmals überarbeiten.

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