BREMEN - Beim ADAC konnte ein Auffahrunfall „erlebt“ werden. Auch Rettungshubschrauber waren vor Ort.
Von Alice Bachmann
BREMEN - „Die meisten wollen nur einmal“, sagt Norbert Lausch von der Verkehrsabteilung des ADAC Weser-Ems. Jens Preuß antwortet prompt: „Stimmt!“. Gemeint ist die „Fahrt“ mit einer Maschine, mit der die Schubkraft bei einem Autoauffahrunfall erlebbar gemacht wird.Der „Tag der Sicherheit“ des Klinikums Links der Weser lockte gestern Massen von Interessierten auf das weitläufige Krankenhausgelände. Überall schimmerte es Rot, Gelb oder Orange durchs Blätterwerk, denn an vielen Plätzen hatten sich Rettungseinheiten aufgebaut, um ihre Arbeit zu demonstrieren, Fragen zu beantworten oder die Besucher selbst etwas ausprobieren zu lassen.
So waren auch der sechsjährige Kilian und sein jüngerer Bruder Silas ein wenig abgelenkt, als sich Vater Jens mutig auf dem gepolsterten Autositz anschnallte und die Schräge hinabsauste, um dann ganz plötzlich gebremst zu werden. Was ist schon ein Aufprall aus einer Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern gegen einen echten Rettungshubschrauber?
Während die Erwachsenen erschauerten beim Anblick der abrupten Bremsung, teilten die beiden Jungen ihre Aufmerksamkeit: Ein bisschen wunderten sie sich über die Aktion ihres Vaters, und ein bisschen schielten sie zum ADAC-Rettungshubschrauber. Hinter dem Landeplatz hatte die Feuerwehr ein Zelt aufgebaut, in dem die Funktionsweise von Beatmungsgeräten gezeigt wurde. Klein-Jannis wollte unbedingt sehen, wie die funktionieren und sah sich fasziniert die eckigen Kästen mit den vielen Lämpchen, Knöpfen und Schläuchen an.
Zweifellos das größte Publikumsinteresse bekamen die Schrottautos: Jeweils zur vollen Stunde hob ein Kran der Feuerwehr einen Wagen in die Höhe, um ihn dann auf „Eins, zwei, drei und fallenlassen!“ auf den Boden knallen zu lassen. Mit einem Gänsehaut erzeugenden Geräusch aus brechendem Metall und berstendem Glas landeten die verbogenen Übereste des Wagens auf dem Asphalt. Nun rannte eine Gruppe Feuerwehrleute in großer Rettungsmontur zu dem Schrotthaufen und machte sich mit Säge und Schneidbrenner ans Werk. Denn es galt, imaginäre Unfallopfer zu retten.
