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NWZonline.de Region Bremen

Öpnv: Seilbahn-Pläne sind endgültig vom Tisch

07.12.2019

Bremen Es war ein offenes Geheimnis. Kein Wort im Koalitionsvertrag, kein Jota in der Regierungserklärung. Der rot-grün-rote Senat hat die Pläne für eine Seilbahn in der Überseestadt quasi mit Amtsantritt beerdigt. Jetzt bestätigte Mobilitäts- und Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) dem Regionalmagazin „Buten un Binnen“, dass die Pläne ad acta gelegt worden sind. Der Bau einer Seilbahn sei nicht machbar und finanziell nicht zu stemmen.

Seilbahnpläne aus dem SPD-geführten Wirtschaftsressort waren Ende Januar in die Öffentlichkeit lanciert worden. Der damalige Staatsrat Ekkehart Siering machte die Pläne publik. Favorisiert wurde darin ein Streckenverlauf von Gröpelingen aus über die Weser in den Europahafen. Die Diskussion war eröffnet, die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Zustimmung gab es vor allem von der CDU, die die Idee für sich proklamierte. Teile der SPD und Grüne zeigten sich skeptisch bis ablehnend, die Linke sprach schnell von einer „Luftnummer“.

Studenten der Hochschule Bremen um den Verkehrsexperten Carsten-Wilm Müller präsentierten dann eine Machbarkeitsstudie. Tenor: Die Seilbahn ist machbar. Um Stephanibrücke und die B 75 zu entlasten, müsse sie aber über die Weser führen.

Doch die neue Koalition geht davon aus, dass eine Seilbahn die Verkehrsprobleme in der Überseestadt nicht lösen kann. SPD, Grüne und Linke wollen vielmehr den Ausbau der Straßenbahn forcieren. Auch die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) hält den Ausbau des Schienennetzes in der Überseestadt bis zur „Hafenkante“ für machbar. Ein Haken: Wenn die Straßenbahn kommt, müssen neue Gleise verlegt werden. Das wird (mindestens fünf) Jahre dauern. Die Kosten für einen zwei Kilometer langen Gleisabschnitt schätzt die BSAG auf etwa 40 Millionen Euro.

Schwierig ist laut Verkehrsressort die Finanzierung. Um Bund und die EU mit ins Boot zu holen, will Bremen jetzt ein Ausbaupaket schnüren. Das Überseestadt-Projekt soll mit dem Ausbau der Linien 1 nach Mittelshuchting und der Linie 8 nach Stuhr und Weyhe sowie dem Bau der „Querspange Ost“ verknüpft werden. Ein Dringlichkeitsantrag der Regierungsfraktionen mit dem Titel „Ausbau des Straßenbahnnetzes bis 2030 beschleunigen“ soll in der nächsten Woche in der Bürgerschaft diskutiert werden.

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