• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Sanierung heißt zunächst Abbruch

21.09.2019

Bremen „Ich bin auch gespannt. Ich war noch nicht auf der Baustelle.“ Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU) führt die Presseleute hinein ins Haus der Bürgerschaft. Das Parlamentsgebäude befindet sich derzeit in „einem traurigen Zustand“, sagt Jörg Meyer, Architekt bei Immobilien Bremen. Das öffentliche Unternehmen verwaltet die städtischen Gebäude und Liegenschaften.

Decken sind geöffnet, Leitungskanäle freigelegt, Teppiche entfernt. Seit zwei Monaten laufen die Sanierungsarbeiten in dem 1962 bis 1966 nach Plänen des Architekten Wassili Luckhardt errichteten Gebäudes, das längst unter Denkmalschutz steht.

Sanierung heißt zunächst Abbruch. Mittlerweile seien alle Abrissarbeiten erledigt, alle Decken geöffnet, der Estrich ist aufgestemmt. „Das ist ein erster Meilenstein“, sagt Meyer. Und bislang hat es keine bösen Überraschungen gegeben. „Wir sind momentan im Kosten- und Zeitlimit“, sagt der Architekt.

Zehn Millionen Euro sind für die Sanierung veranschlagt. Und eine Bauzeit bis Ende 2020. Der Parlamentsbetrieb läuft weiter. Die Bremische Bürgerschaft tagt in der Zwischenzeit im Rathaus.

Zurück ins Hohe Haus: Momentan sind sechs Gewerke auf der Baustelle aktiv. Während der gesamten Bauzeit werden laut Immobilien Bremen zehn Ingenieurbüros und 24 bis 28 Firmen beauftragt. Der Schwerpunkt liegt in der Elektrotechnik. 2,2 Millionen Euro werden in die Kabelage für Technikräume und Einspeisepunkte investiert. „Wir müssen die technische Gebäudeausstattung in die Neuzeit transferieren“, sagt Meyer. W-Lan soll im gesamten Gebäude garantiert sein. „Ein ungewöhnliches Bauvorhaben“, sagt Architektin Anna Campe vom Büro Campe Janda Architekten. „Wir öffnen Decken, müssen sie hinterher wieder schließen, und alles denkmalschutzgerecht.“

Auch der Brandschutz wird in die Zukunft übertragen. Das kostet etwa die Hälfte der veranschlagten zehn Millionen Euro. Architekt Meyer spricht von einer „Investition im Verborgenen“. Wohingegen „in den Anstrich lediglich 120 000 Euro investiert werden, aber das ist für den Betrachter für eine gelungene Sanierung entscheidend“.

Der Plenarsaal übrigens wird bei der Sanierung nicht angefasst, heißt es. Lediglich die Beleuchtung wird auf LED umgestellt. An der Technik wird gefeilt. Die Kommunikation zwischen Präsident, Verwaltung und Rednern soll optimiert werden. „Das sind nur kleine Bausteine.“ Die Glasfassade im Erdgeschoss wird auch erneuert und mit einer „Durchwurfhemmung“ ausgestattet, sagt Campe. Das entspricht dann den Sicherheitsanforderungen der Kriminalpolizei.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.