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NWZonline.de Region Bremen

Party: Rückkehr aus dem Fischernetz

17.02.2020

Bremen Der zwölfte Schlag der Dom-Uhr hallt über den Marktplatz. Der Klang von einigen Hundert Trommeln schwillt an. Doch bevor der Rausch losgeht, müssen die Zuschauer am Marktplatz als Teil einer Inszenierung die Liebe wieder zurück auf die Erde holen. „Die Liebe verabschiedet sich aus unserer Welt“, sagt Erzählerin Katrin Witte. Die Liebe (Miriam van der Neut) habe genug vom Kommerz, der Hektik und der Grobheit im Umgang der Menschen. Darum steigt sie in ein Fischernetz und wird mit einem Kran hoch über den Marktplatz gehoben.

Auf der Bühne treten dunkle Gestalten auf, maskiert, teilweise mit Fechtmasken. Sie pöbeln, stoßen Begriffe wie „Schwuchtel“ aus.

Doch es folgen Gestalten des Lichts, die Musik, Tanz und Freude bringen. Auf Stelzen kommt ein Mann im Goldkostüm mit breiten Flügeln. Zwei Frauen in prächtigen Kleidern tragen große Ballons über den Köpfen, dann zeigen Kinder Kunststücke auf einer großen Kugel. Doch es kommt ein zweiter Feind, die falsche Liebe, die immer lächelt, unter anderem in Gestalt feiner Balldamen oder eines posierenden Hasen. Die Erzählerin spricht vom Valentinstag und dem Geschäft mit der Liebe. Schließlich singt das Publikum eine abgewandelte Version von „Es waren zwei Königskinder“, darin die Zeile: „Es waren zwei Menschenkinder, die brauchten die Angst nicht mehr“. Die Liebe kehrt zurück und entsteigt dem Fischernetz.

Ulrike Größler (69) aus Bremen ist begeistert von der Inszenierung, an der die angereisten Sambagruppen und unter anderem die Bremer Zirkusschule „Jokes“ und das Ensemble „Stelzen-Art“ mitwirken. „Sie haben das Thema sehr gut dargestellt, nicht nur vom Kopf her. Das ging richtig ins Herz.“ Auch beeindrucken sie die farbenprächtigen Kostüme der 65 Fußgruppen mit etwa 1 500 Teilnehmern und Einzeldarstellern, die sich nach der Inszenierung auf den Weg Richtung Viertel machen.

„Fusão do Samba“ aus Stade drücken eine ganz besondere Form des Liebesrausches aus. Die 26 Sambistas haben sich als Motten und Nachtfalter verkleidet. Sie tragen schwarz-rosafarbene Flügel aus Stoff auf dem Rücken und große Rosa-Stoffherzen auf der Brust.

„Grooven auf Wolke 7“ steht auf dem Schild der „Uniao do Samba“ aus Bayern. Auf ihren Köpfen tragen sie Perücken mit weißen Locken. Auch die Körperkostüme sind weiß und wirken wolkig. Unter anderem ist viel Tüll in ihnen verarbeitet. Einen besonderen Groove zeigt auch ihre große Puppe „Luana“, die weit aus dem Geschehen herausragt und von Jutta (31) aus der Nähe von Augsburg getragen wird.

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