BREMEN - Erneut haben sich Politiker aller Parteien für die Rettung der bedrohten Arbeitsplätze in den Karstadt-Kaufhäusern Bremens und Bremerhavens ausgesprochen. Nur über das Vorgehen waren sie sich während einer Debatte am Freitag uneinig.

Während der ehemalige Bremer und jetzige Berliner Finanzsenator Ulrich Nußbaum eine Landesbürgschaft für die Karstadt-Eigentümerin Arcandor ausschloss, versicherte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), wie berichtet, „sich bei der Bundesregierung für das Unternehmen einsetzen“ zu wollen – Stunden, bevor ihn das Parlament dazu aufforderte. Zwölf Karstadt-Mitarbeiter verfolgten die knapp einstündige Parlamentsdebatte um die Warenhauskette.

Karstadt sei ein „unverzichtbarer Bestandteil des Stadtbildes“, sagten Grüne, Linke und SPD unisono.