• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Bremen

Radiusmedia: Unsichtbar sichtbar

30.01.2019

Bremen Das Unsichtbare sichtbar machen: Dieser Philosophie hat sich die Bremer Firma Radiusmedia verschrieben. Das Unternehmen entwickelt spezielle Software, mit der es Betrieben möglich ist, dass andere ihre Ideen und Produkte besser verstehen. Schiffsmotoren stehen mit wenigen Klicks auf einem Tisch, eine Fahrt durch einen virtuellen Brunnenschacht ist möglich. Geht es nach Geschäftsführer Udo Corleis, ist das aber nur der Anfang.

Und plötzlich bricht der Boden auf. In viele kleine Einzelteile zerspringt der Untergrund, dann geht es abwärts. Abwärts in einen Brunnenschacht, an dessen Innenseiten Erdschichten zu erkennen sind, sich Rohre und Verankerungen zeigen. Wasser fließt durch Filter hindurch. Dreht man sich, ist überall der Brunnenschacht zu sehen. 360 Grad, oben wie unten. Links wie rechts. Was klingt, wie ein Computerspiel der Zukunft, ist schon seit einigen Jahren Realität. Möglich unter anderem durch die Firma „Radiusmedia“, seit 2008 mit Sitz in der Bremer Überseestadt. Normalerweise wäre es Betrieben, die beispielsweise Brunnen bauen, so gut wie unmöglich, potenzielle Kunden in die Tiefe zu befördern. Mit einer speziellen Brille – und der passenden Software – heute kein Problem mehr. Um ebenjene Software kümmert sich „Radiusmedia“.

Seit 1998 gibt es die Entwicklerfirma. Zehn Mitarbeiter hat das Unternehmen derzeit, fünf davon kümmern sich um Verfahren, in denen die vorhandene Realität durch digitale Inhalte erweitert wird. Setzt man eine Virtual-Reality-Brille auf und aktiviert ein entsprechendes Programm, glaubt man tatsächlich für einen Moment, man befinde sich in einem Brunnenschacht. Viele Funktionen, die vorher nur zu erahnen waren, werden so sichtbar. „Seeing is believing“, beschreibt „Radiusmedia“-Geschäftsführer Udo Corleis das Prinzip. „Sehen ist glauben.“

Im Büro können Kunden die Programme selbst ausprobieren. So haben Udo Corleis und sein Team unter anderem für eine Firma eine Software entwickelt, mit der man mit wenigen Handgriffen eine virtuelle Tour durch eine 300 Meter lange Lagerhalle machen kann. Welche Stahlträger und Treppen werden wo verbaut und welchen Einfluss hat das auf die spätere Konstruktion? Diese Fragen lassen sich im normalen Leben schwer klären, ohne dass die Halle bereits steht.

Einzig 2D-Modelle, Grundrisse und Pläne stehen zur Verfügung. Vergleichen ist in der virtuellen Welt um einiges leichter. „Und wesentlich effizienter“, sagt Corleis. Die Technik lasse sich deshalb auch hervorragend in vielen mittelständischen Handwerks- und Gewerbefirmen anwenden – der bisher größte Kundenbereich von Radiusmedia.

Corleis geht davon aus, dass im ausbildenden Handwerk die Technik großen Anklang finden könnte. „Man lernt besser, schneller und fehlerfreier, weil man es erleben kann.“

Sprichwörtlich eintauchen in die Technik, bei der oft nur eine Hülle sichtbar ist. Die Funktionsweise bleibt schemenhaft, verborgen hinter Wänden, Metallplatten oder unter der Erde. Trotz „gewisser Hemmschwelle vieler Unternehmen“ werde „Radiusmedia“ weiterhin auf Messen die Technologie vorstellen. Und so eine Realität schaffen, die eigentlich nur Fiktion ist, sagt Corleis.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.