Bremen - Die neue SPD/CDU-Koalition in Hannover hat sich auf die Einführung einer „Meisterprämie“ verständigt. „Jetzt muss Bremen gleichziehen“, fordern die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Birgit Bergmann, sowie die FDP-Fraktionschefin Lencke Steiner. Die beiden Oppositionsfraktionen haben einen entsprechenden Antrag in die Bremische Bürgerschaft eingebracht. Während ein Hochschulstudium in Deutschland weitgehend gebührenfrei sei, bezahlten Meisterschüler Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von durchschnittlich 9 000 Euro hinzu kommen Kosten für das Meisterstück , so FDP und CDU. „Bisherige Fördermöglichkeiten wie das ‚Meister-Bafög‘ decken nur rund die Hälfte der Ausbildungskosten ab. Diese ungleiche und ungerechte Behandlung wollen wir abbauen“, sagt Bergmann. Steiner verweist auf die Bedeutung der Meisterausbildung als Qualitätssiegel im Handwerk sowie für eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung: „Der Meisterbrief ist für viele Handwerksberufe die Grundvoraussetzung für eine Betriebsgründung. Das wollen wir fördern.“
Aus Sicht der beiden Abgeordneten sei das Geld für eine „Meisterprämie“ eine gute Investition. Den überschaubaren Mehrausgaben stünden Steuermehreinnahmen durch Betriebsneugründungen und neu geschaffene Arbeitsplätze gegenüber. Das Bremer Handwerk dürfe bei der Meisterausbildung keine Wettbewerbsnachteile gegenüber Niedersachsen erleiden, heißt es. In ihrem Antrag fordern CDU und FDP den rot-grünen Senat auf, auf Landesebene eine „Meisterprämie“ für erfolgreiche Absolventen einer Meisterprüfung im Handwerk einzuführen. Dieser soll sich der Höhe nach an der geplanten „Meisterprämie“ in Niedersachsen orientieren.
Diskutiert wird ein Betrag von 1 000 bis 4 000 Euro. Voraussetzung soll sein, dass der Hauptwohnsitz oder der Arbeitsort des Antragstellers seit mindestens zwölf Monaten im Land Bremen liegt.
