BREMEN - Im Jahr 1886 meldete Carl Benz sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ beim damaligen Kaiserlichen Patentamt in Berlin an. 125 Jahre später feiert das Bremer Mercedes-Benz-Werk Bremen das Jubiläum des Automobils – und zwar am Sonnabend, 9. April, von 10 bis 16 Uhr mit einem bunten Programm auf dem Marktplatz.
Neben historischen und aktuellen Fahrzeugen, darunter auch ein Patentmotorwagen, eine Borgward Isabella, ein Transporter von Hanomag-Henschel (Baujahr 1972), dem ersten Mercedes-Benz Pkw, der 1978 im Bremer Werk vom Band lief, gibt es weitere Exponate und Informationen rund um die Automobilproduktion in der Hansestadt.
„Das Werk ist tief in der Region verwurzelt“, sagt Werksleiter Andreas Kellermann, „deshalb wollen wir das Jubiläum des Automobils mit den Bremer Bürgern feiern.“ Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD), Schirmherr der Feier, betont, dass Bremens Automobilgeschichte zurück bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts gehe. Er sagt: „Bremen ist eine Autostadt.“
Mercedes-Benz produziert seit 1978 Personenwagen im Sebaldsbrücker Werk. Bis heute liefen dort über fünf Millionen Fahrzeuge vom Band. Aktuell werden am Standort die C-Klasse Limousine, das C-Klasse T-Modell und der GLK gefertigt. Hinzu kommen Coupé und Cabrio der E-Klasse sowie die beiden Roadster SLK und SL.
Der neue SLK sowie die neue Generation der C-Klasse sind erst seit rund einer Woche auf dem Markt. Im Sommer dieses Jahres kommt ein Coupé auf Basis der C-Klasse hinzu. „Mit der nächsten Generation der C-Klasse wird das Werk zum weltweiten Kompetenzzentrum für diese Baureihe“, ergänzt Kellermann.
Das Mercedes-Benz-Werk ist größter privater Arbeitgeber in der Region und beschäftigte am 31. Dezember 2010 rund 12 400 Mitarbeiter. Jetzt haben Werksleitung und Betriebsrat, wie berichtet, eine Vereinbarung unterzeichnet, nach im laufenden Jahr 350 neue, unbefristete Arbeitsstellen geschaffen werden.
