BREMEN - „Hier ist alles groß – in dem Gebäude.“ Der Investor Lüder Kastens weiß, wovon er spricht. Gemeinsam mit Rolf Specht (Residenz-Gruppe) kümmert er sich um die Neu-Nutzung von 22 000 Quadratmetern Fläche im Schuppen 1 in der Überseestadt. Hier soll nun die größte Fitness- und Freizeitsportanlage Bremens entstehen.

Mit der 8 000 Quadratmeter großen Anlage „Werder-Sports“ ist der Schuppen 1 an der Konsul-Smidt-Straße, so Kastens, dann auch komplett neu genutzt – bis auf ein paar im Verhältnis dazu kleine Lofts. Kastens wird „Werder-Sports“ selbst betreiben, und zwar zusammen mit dem gebürtigen Bremer Thomas Krohne („Sportsman Holding“), der zwar in München lebt, sich aber, wie er sagt, die Leidenschaft für Werder Bremen bewahrt hat. Und Werder gibt dem neuen Sportcenter in der Überseestadt seinen guten Namen – gegen Lizenzgebühren, versteht sich.

Wer für 8 000 Quadratmeter plant, will mehr tun als bloß ein paar Krafttrainingsgeräte hinstellen. „Die Besonderheit ist, dass wir zusätzlich zum Fitnessbereich einen sehr großen Ballsportbereich haben“, sagt Krohne. Indoor-Fußball soll genauso gespielt werden wie Beach-Volleyball. Geplant sind Kunstrasen-, PVC- und Sandplätze – alle überdacht, versteht sich. Die enorme Raumhöhe des denkmalgeschützten früheren Speicherschuppens macht‘s möglich. Investor Kastens plant mit einem etwa 3 500 Quadratmeter großen Ballsportbereich. Auch Tennis soll auf Sand gespielt werden können.

Auf 4 500 Quadratmetern verteilen sich dann die Fitnessangebote – unter anderem mit „Rückenstraße“ und „Spinning“, „Cardiopark“ und Krafttraining, Yoga und Aerobic. Eine Sauna- und Wellnesszone soll ebenso eingerichtet werden wie ein Kinderbetreuungsbereich. Alles mit viel Platz und viel natürlichem Licht sowie Südwestterrasse mit Weserblick. „Wir wollen einen möglichst breiten Querschnitt der Bevölkerung ansprechen“, sagt Krohne. Kunden sollen den Ballsportbereich nutzen können, ohne im Fitnesscenter Mitglied werden zu müssen. Im Januar 2012 sollen die Bauarbeiten beginnen, im April die Vermarktung. Im September 2012 wollen Kastens und Krohne „Werder Sports“ eröffnen. Sie investieren einen „mittleren siebenstelligen Betrag“.

Werder Bremen gibt seinen Namen, trägt aber „kein unternehmerisches Risiko“, sagt Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry. Das Projekt habe die Verantwortlichen im Verein „sehr beeindruckt“: „Es passt sehr gut zu Werder Bremen.“ Denkbar auch, dass Werder-Mannschaften in Zukunft mal in der Überseestadt trainieren – im Winter zum Beispiel.