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NWZonline.de Region Bremen

Prominente: Vom Buch bis zum Waldspaziergang

11.04.2020

Bremen Keine üppigen Familienfeiern, kein Büfett im Restaurant, kein Gottesdienst. Das Osterfest in diesem Jahr wird wegen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontaktbeschränkungen ein Fest im engsten Kreis. Doch was tun, wenn einem die Decke auf den Kopf zu fallen droht? Welche Spiele sind sinnvoll und welches Essen gibt es? Bremer Prominente stellen ihre Pläne vor.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) fällt es „sehr schwer“, seine über 80 Jahre alten Eltern und die beiden Brüder seit Wochen nicht sehen zu können. „Das tut schon weh.“

Auch Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Specht-Gruppe, vermisst die Familie. Knut Schakinnis, Leiter von Packhaustheater und Theaterschiff, schaut eher mit Bedenken auf seine Kinder, die Sehnsucht nach der Großmutter hätten. „Da fehlt schon die Oma!“

Ähnlich denken auch Radio-Bremen-Intendantin Yvette Gerner sowie Wiebke Ahrndt, Direktorin des Übersee-Museums und Kunsthallen-Direktor Christoph Grunenberg.

Doch es gibt auch Menschen, die können zumindest dem Zeitpunkt der Pandemie einen Hauch Positives abgewinnen, so jedenfalls könnte man die Aussage vom Chef des Naturschutzbunds (Nabu) Bremen, Sönke Hofmann, deuten: „Weihnachten wäre eine Ausgangsbeschränkung viel schlimmer!“

Verschiedene Vorschläge

So ungewohnt und belastend die Situation ist, so unterschiedlich gehen die Menschen damit um. Yvette Gerner empfiehlt die Mediatheken von ARD und ZDF, während Grunenberg einen virtuellen 360-Grad-Rundgang in der Bremer Kunsthalle vorschlägt, sollte die Langeweile überhand nehmen.

Nabu-Chef Hofmann dagegen setzt voll auf Natur: Vögel beobachten, das sei „inspirierend und beruhigend zugleich“, aber auch Waldspaziergänge abseits der üblichen Hotspots empfiehlt er. „Rucksack packen, Thermoskanne und Brote – und hinaus in die Natur.“

Bovenschultes Vorschlag: Wikinger-Schach. Rolf Specht schwört zudem auf Radtouren, soweit diese im Rahmen des Erlaubten seien. Mit einer passenden App komme man auch an Orte, die noch nicht sehr viele kennen.

Und kulinarisch? Das setzen viele auf Spargel, wie Grunenberg, Specht und Gerner zum Beispiel. Bovenschulte und Familie entscheiden spontan, was auf den Tisch kommt, für Hofmann sei Ostern eh „ein Frühstücksevent“ mit Eiern der hauseigenen Hühner und selbst gemachter Kräuterbutter. Schakinnis bleibt eher geheimnisvoll und sagt: „Nun, eigentlich wie immer.“ Bei Wiebke Ahrndt wird es hingegen Lammbraten geben.

Monopoly oder Siedler?

Der Tisch ist also gedeckt – und sonst so? Ganz hoch im Kurs: Gesellschaftsspiel-Klassiker wie „Mensch ärgere dich nicht“, „Monopoly“, „Scrabble“, „Doppelkopf“ und „Siedler“. Hofmann rät zum Bau von Mini-Flößen aus Naturmaterialien, während Gerner und Familie auch gerne mal pokern. „Natürlich nur um die Ehre.“ Schakinnis empfiehlt, den Grill anzuwerfen sowie auf Eiersuche zu gehen. Grunenberg hingegen wirbt für frische Luft und Sonne. „Mehr braucht es im Moment nicht“, sagt er.

Bis auf Schakinnis, der mit Familie ins eigene Landhaus bei Otterstedt fährt, heißt es für alle anderen: Wir bleiben zu Hause. Weil aber auch da irgendwann der Gesprächsstoff ausgeht, gibt es abschließend einige Buch- und Filmtipps. „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ und „Contagion“ (Schakinnis), „Der Überläufer“ (Specht) sowie „The Irishman“ und „Lichte Gedichte“ (Bovenschulte), „Blues Brothers“ (Hofmann), „Mittagsstunde“ oder „Haus des Geldes“ (Grunenberg) wurden genannt. Yvette Gerner rät zu „Die Geschichte des Westens“ und dem neuen „Tatort“ am Sonntagabend. Wiebke Ahrndt legt einen digitalen Zwischenstopp im Übersee-Museum ans Herz, samt Führung und Kurzfilmen.

Andreas Bovenschulte ist sich zudem sicher, dass die Menschen trotz aller Entbehrungen auch an Ostern den Maßgaben zum Corona-Schutz inklusive Kontaktsperren folgen werden. „Weil sie wissen, dass sie nur so die Alten und die Menschen mit Vorerkrankungen vor dem Virus schützen können.“ Bislang hätte sich die „große Mehrheit ganz vorbildlich an die Regeln gehalten“, lobt er.

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