Bremen - Den 36-Jährigen, der seiner Ex-Partnerin Ende Januar einen Kugelschreiber ins Auge rammte, hat das Bremer Landgericht am Montag unter anderem der schweren Körperverletzung schuldig gesprochen und zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Fatma Sayin berichtete von den Übergriffen des Angeklagten auf ihre Mandantin, die er mehrfach zusammenschlug. „Er hat sie regelrecht gefoltert. Sie war übersäht mit blauen Flecken“, sagte Sayin in ihrem Plädoyer.

Tragischer Höhepunkt der Gewaltexzesse: Nachdem der 36-Jährige seiner Ex-Freundin am 26. Januar heftig ins Gesicht geschlagen hatte, stach er ihr in einem Bus auf der Fahrt ins Krankenhaus „zielgerichtet“ mit einem Kugelschreiber ins linke Auge, sagte Richter Jürgen Seifert in der Urteilsbegründung. Nur weil Fahrgäste einschritten, verlor die Frau nicht auch die Sehkraft auf ihrem rechten Auge.

Das Urteil blieb über der Forderung der Staatsanwaltschaft, die sieben Jahre und einen Monat Haft beantragt hatte. Nebenklage und Verteidigung forderten am Montag kein konkretes Strafmaß. Bei seinem „letzten Wort“ sagt der Angeklagte unter Tränen: „Ich bereue alles so sehr. Ich liebe meine Frau.“