BREMEN - Zwei ehemalige Mitarbeiter einer Fluggesellschaft – ein gebürtiger Kameruner (34) und ein Deutscher (43) – müssen sich seit Montag wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Bremen verantworten. Gemeinsam sollen die beiden Männer ihren ehemaligen Arbeitgeber um knapp 30 000 Euro betrogen haben.
Im Zeitraum von Juni bis August 2009 sollen die beiden Angeklagten die Fluggesellschaft, für die sie damals tätig gewesen waren, durch sieben Straftaten um einiges an Geld „erleichtert“ haben. Sie sollen mit Kreditkarten von gespeicherten Kunden teure Flugtickets im Internet gebucht haben, diese anschließend auf einen Phantomnamen umgebucht und schließlich storniert haben, so dass die Rückerstattung der Geldbeträge von jeweils mehreren tausend Euro auf die Kreditkarte des Phantomnamens floss.
Die Angeklagten ließen durch ihre Verteidiger verlauten, dass sie sich nicht zu den Vorwürfen äußern wollten. Die Betrügereien sollen deshalb aufgeflogen sein, weil einer Polizeistreife der Afrikaner aufgefallen war, der Geld von einem Automaten abhob. Dabei soll er sich auffällig häufig umgeschaut haben, erklärte der Polizeibeamte, dem der Mann am Geldautomaten aufgefallen war.
Der Verdächtige sei daraufhin überprüft worden, wobei die Polizeibeamten festgestellten, dass der Mann 1000 Euro und eine fremde Kreditkarte bei sich trug. Diese Kreditkarte soll auf den ominösen Phantomnamen ausgestellt gewesen sein. Dorthin soll das Geld, um das die Fluggesellschaft betrogen worden war, geflossen sein.
Auch die Personalleiterin der Fluggesellschaft sagte als Zeugin aus. Sie sagte, das Unternehmen habe im Oktober 2009 durch die Polizei von den Vorfällen erfahren. Die Firma sei dem auf den Grund gegangen. Daraufhin seien der 34-Jährige und sein Komplize, der 43-jährige Angestellte, fristlos gekündigt worden.
