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NWZonline.de Region Bremen

Serien-Steineleger stehen vor Landgericht

12.09.2018

Bremen Seit Mitte März sitzen zwei mutmaßliche Serien-Steinleger in Untersuchungshaft. Am Montag, 17. September, beginnt der Prozess gegen die 24 und 25  Jahre alten Bremer vor der Großen Strafkammer 21 des Landgerichts. Das Duo ist unter anderem wegen versuchten Mordes angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, im Zeitraum vom 25. August  2015 bis 29. November  2017 vorwiegend zur Nachtzeit in 22 bzw. 23 Fällen Steinblöcke, Pflastersteine und andere Hindernisse auf die Fahrbahnen verschiedener Straßen und Autobahnzubringer in Bremen und Umgebung gelegt und geworfen zu haben. „Dabei sollen sie in 20 bzw. 21 Fällen billigend in Kauf genommen haben, dass Verkehrsteilnehmer durch Ausweichmanöver oder die Kollision mit Steinen oder sonstigen Gegenständen in schwere Unfälle mit gegebenenfalls tödlichem Ausgang verwickelt werden könnten“, heißt es.

In einem Fall soll eine Autofahrerin mit ihrem Fahrzeug aufgrund des Ausweichmanövers über mehrere Fahrspuren geschleudert und mit dem Wagen auf die Beifahrerseite gekippt sein. Die Geschädigte soll hierdurch multiple Prellungen, ein leichtes Schleudertrauma und einen Schock erlitten haben. In einer Vielzahl an Fällen soll es zudem zu „erheblichen Sachschäden“ an Fahrzeugen gekommen sein.

Die Taten haben Aufsehen erregt. Im Sommer 2017 häuften sich die Vorfälle. Im Juli wurden abgelegte Steine auf den Autobahnzubringern in Arsten und Hemelingen entdeckt. Die Polizei stufte die Vergehen als „heimtückisch“ und als „versuchte Tötungsdelikte“ ein.

Die Mordkommission übernahm. Schließlich wurden die Hindernisse immer gefährlicher und schwerer. Eine 28 Kilo schwere Beschwerungsplatte für Straßenschilder wurde hochkant auf einem Autobahnzubringer platziert. Holzplatten mit Nägeln wurden auf vielbefahrene Straßen gelegt.

Die Polizei reagierte, begrenzte die Geschwindigkeit auf den Zubringern in den Nachtstunden auf 60 Kilometer pro Stunde.

Die niedersächsischen Kollegen wurden ins Boot geholt, die Ermittlungsarbeit lief auf Hochtouren. Letztlich half „Kommissar Zufall“ den Sonderermittlern um Jürgen Kok, die letzten Puzzlesteine richtig zusammenzusetzen. So kamen sie auf die Spur der Männer. Diese gaben in den Vernehmungen Langeweile, Frust und Ärger mit der Freundin als Tatmotive an.

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