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NWZonline.de Region Bremen

In fahrbaren Raritäten auf Tour

14.09.2018

Bremen Bilderbuchwetter am Schuppen Eins: Der Fahrer des Peugeot 404 Cabrio trägt sichtlich seine Freude darüber zur Schau. Er ist zum ersten Mal bei der Rallye „Hamburg-Berlin-Klassik“ dabei. Es gibt schlechtere Einstiege. „Sehr gut organisiert“, nickt er anerkennend. Sein Bruder ist bei der dreitägigen Rallye für automobiles Kulturgut der Zeitschrift „Autobild Klassik“ mit von der Partie. Rund 180 Autos ab Baujahr 1929 sind gemeldet, und das lassen sich viele Autonarren nicht entgehen. Man hat nicht so oft Gelegenheit, solche automobile Raritäten in Reih und Glied aufgestellt begutachten zu können.

Da kommt man zwangsläufig mit den Eignern ins Gespräch. „Das mache ich nicht so gerne für einen kurzen Augenblick“, sagt der Fahrer eines Borgward, als er darum gebeten wird, seinen P 100 zu starten, um das Motorgeräusch einmal zu hören. „Eine Sklavenarbeit“ sagt der Fahrer aus Hamburg, als ein Besucher die im Sonnenlicht glänzenden Speichenräder seines Austin Healey bestaunt. Es steckt eben viel Arbeit in einem solchen Schmuckstück. Und wer es präsentieren möchte, braucht neben Zeit auch Geld; die Teilnahme an der „Hamburg-Berlin-Klassik“ kostet 1 500 Euro.

Die Prominenten, die einige Sponsoren des Oldtimer-Spektakels mit Fahrer- oder Beifahrerplätzen ausstatten, müssen natürlich nichts bezahlen. Sie schmücken die Veranstaltung mit ihrem Lächeln wie Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt oder mit ihrer Erscheinung  wie Schauspieler Ralf Möller. Der lehnt unrasiert, in Lederjacke und mit Sonnenbrille lässig an einer Pagode (Mercedes SL) und unterhält sich mit einer Journalistin. Dann greift er mit den Worten „wir werden ja noch richtig braun heute“ in die Jackentasche und holt eine Zigarre hervor. Er wird doch nicht? Nun ja, wenigstens cruist er in einem Cabrio durch die Gegend.

Der Name der Rallye täuscht, er stammt noch von der Erstauflage. In diesem Jahr ging es am Donnerstag vom Europahafen durchs Umland, am Freitag an die Nordseeküste nach Neuharlingersiel und am letzten Rallyetag über Worpswede und Rotenburg zur Fischauktionshalle in Hamburg. Mit Roadbook und Navi machten sich die Teams auf den Weg. Ob stilecht wie die Gangster im „Gangster-Citroën“ oder mit Headsets für die reibungslose Kommunikation im Cabrio der 30er Jahre – der Applaus und die Bewunderung der Zuschauer war ihnen gewiss.

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Peugeot SA | Borgward | Austin Healey | Citroën

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