BREMEN - Auf dem Gelände des Klinikums Bremen-Ost wird demnächst mit den Bauarbeiten für eine neue Fachklinik für Suchtrehabilitation mit rund 100 Betten begonnen. Die Fertigstellung ist für 2013 geplant, wie am Dienstag ein Sprecher der Klinik-Holding Gesundheit Nord (Geno) sagte. Finanziert wird der 7,5 Millionen teure Neubau seinen Angaben zufolge von der gemeinnützigen Gesellschaft Suchthilfe Bremen.
„Der Neubau wurde nötig, weil das Haus Delbrück, in dem bislang suchtkranke Patienten behandelt wurden, zu klein geworden ist“, sagte der Sprecher. Mehr als 1000 alkohol- oder medikamentenabhängige Patienten wurden, wie es heißt, in den vergangenen sieben Jahren im Haus Delbrück behandelt.
An diesem Mittwoch schließt die Rehabilitationseinrichtung ihre Pforten. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten soll die alte Jugendstilvilla Anfang 2012 wiedereröffnet werden. Dort werden dann 30 zusätzliche Behandlungsplätze für Patienten mit Essstörungen, psychisch Kranke mit körperlichen Beschwerden sowie Burn-Out-Patienten geschaffen.
„Uns war schon beim Einzug klar, dass das Haus Delbrück nur eine Übergangslösung sein kann“, sagte Sigrid Holste, eine von zwei Sozialarbeiterinnen des Behandlungsteams. „Mit 20 stationären und zehn tagesklinischen Behandlungsplätzen war die Einrichtung zu klein, um sie auch langfristig wirtschaftlich zu betreiben.“
Die Akutbehandlung von alkohol- und medikamentenabhängigen Patienten bleibt von den Umstrukturierungen unberührt. Sowohl im Klinikum Ost als auch im Klinikum Bremen-Nord sowie den sozialpsychiatrischen Beratungsstellen in den Stadtteilen kann den Betroffenen geholfen werden, sagte der Geno-Sprecher. Das Angebot umfasst ambulante und stationäre Behandlungen.
