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NWZonline.de Region Bremen

Religion: Muslime bieten für das Freitagsgebet Alternativen

26.03.2020

Bremen Der Coronavirus hat die Welt fest im Griff. Das trifft auch die Kirchen, die inzwischen Online-Gottesdienste für ihre Mitglieder anbieten. Und es trifft die muslimischen Gemeinden. Die 30 Moscheen in Bremen bleiben vorerst geschlossen. Das ist besonders hart für die Muslime, denn damit fehlt ihnen auch der Ort für das wichtige Freitagsgebet.

Etwa 60 000 Muslime leben in Bremen, sagt Schura-Vorsitzender Murat Çelik. Die Schura, in Bremen 2006 gegründet, ist eine muslimische Religionsgemeinschaft und vertritt 20 Moscheen. „Das Besondere“, sagt Çelik, „wir sind multiethnisch und multikonfessionell.“ 18 sunnitische und zwei schiitische Gemeinden gehören der Schura laut Çelik an. Die Gemeinschaft vertrete damit einen Großteil der organisierten Muslime in Bremen.

Wie andere Einrichtungen auch hätten die Moscheen sich zunächst auf die Corona-bedingten Veränderungen einstellen müssen. „Wir haben alle sensibilisiert“, sagt Çelik. Seit etwa zwei Wochen fielen die Freitagsgebete aus, seit etwa einer Woche erlaubten die Moscheen keine Zusammenkünfte in ihren Räumen mehr. „Wir halten uns penibel daran“, betont er. Nur in einer kleinen islamischen Gemeinde in Gröpelingen hätten sich am Montagabend noch ein paar Männer zu Gesellschaftsspielen getroffen. Çelik stellt klar, dass dies nicht in der Fatih-Moschee war. Das Treffen sei ohne das Wissen des Vorsitzenden der Gemeinde passiert. „Der Vorsitzende hat versichert, dass es nicht mehr vorkommen wird“, sagt Çelik.

Inzwischen seien die Gemeinden auf virtuelle Kanäle ausgewichen, auch für das Freitagsgebet bieten Gemeinden an diesem Tag eine Alternative an. Der Vorsitzende gewinnt der Situation durchaus etwas Positives ab: „Wir sind jetzt in die virtuelle Welt reingeschoben worden und sind da aktiv. Vielleicht hat das auch positive Effekte, was die Verbreitung des authentischen Islamangebots angeht.“

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