BREMEN - Noch bleibt viel zu tun: Aber die Termine sollen gehalten werden.
Von Jörg Esser
BREMEN - „Das sieht hier noch ganz schön chaotisch aus“, sagt Ortsamtsleiter Robert Bücking. „Das passt, während des Moderationsverfahrens herrschte auch viel Chaos.“Doch alles wird gut. Anders ausgedrückt: Das modernisierte Stadionbad soll noch vor den Sommerferien öffnen. Ende Juni wird als Termin angepeilt. Rund 2,6 Millionen Euro öffentlicher Gelder fließen in den Umbau des beliebtesten Bremer Freibades, das in guten Sommern über 100000 Besucher zählt.
„Die Renovierung tut dem Bad sehr gut“, ist sich Bürgermeister und Sportsenator Thomas Röwekamp (CDU) sicher. Auf dem Areal zwischen Weserdeich und Weserstadion bleibt nahezu kein Stein auf dem anderen. Lediglich der Sprungturm wird den Umbau unbeschadet überstehen und an seinem Stammplatz bleiben. Wer mag, dem wird im Stadionbad künftig ein „naturnahes Badeerlebnis“ garantiert. Doch auch die Sportschwimmer kommen weiter auf ihre Kosten – sechs von acht 50-Meter-Bahnen bleiben erhalten.
Michael Brockmann, Prokurist und technischer Leiter der Bremer Bäder GmbH, formuliert es so: „Das Stadionbad wird zukünftig eine Kombination aus konventionellen und natürlichen Wasseraufbereitungssystemen beinhalten.“ Schwimmer- und Sprungbecken werden demnach weiterhin herkömmlich aufbereitet, im neuen Variobecken hingegen wird auf die Chlorzugabe verzichtet. Die Wasserfläche des Variobeckens wird rund 400 Quadratmeter größer sein als die des alten Nichtschwimmerbeckens.
Ein Planschbecken für Kinder wird’s geben. Und eine breite, aber eher flache Wasserrutsche. Die künftige Gesamtwasserfläche wächst auf 3 750 Quadratmeter an. Zudem wurde das Areal des Bades um etwa 4000 Quadratmeter zur Weser hin erweitert – das bietet Platz für neue Liegewiesen, unter anderem neben der biologischen Filteranlage. Neue Beachvolleyballfelder soll’s geben. Und zur Erwärmung des Schwimmerbeckens soll eine Solaranlage zum Einsatz kommen und so die Betriebskosten reduzieren. Für Robert Bücking spiegelt der Umbau des Stadionbades eine „moderne Auffassung von ökologischer Investition“ wider. Der „weite Weg“ des Moderationsverfahrens habe sich gelohnt. Und letztlich werde damit auch das „politische Risiko“ belohnt, den Bürgern solch eine Planung an die Hand zu geben.
Mehr Infos unter www.bremer-baeder.de
