BREMEN - BREMEN/P - In Deutschland, bilanziert Rainer Domisch von der finnischen Schulbehörde, regiere der „Rückschritt“. Domisch sprach in der Veranstaltungsreihe „Wie andere ihre Schule besser machen“ auf Einladung der Grünen in der Bürgerschaft. Domisch, einst Lehrer in Baden-Württemberg, sagte, er sei optimistisch, dass sich auch in Deutschland etwas bewege – „irgendwann“. Zuvor allerdings müsse die „ideologische Angst-Diskussion“ ein Ende haben, die vielerorts vorherrsche. „Eine Schule für alle“ bedeute keineswegs, dass alle Schüler „gleichgemacht“ und Eliten abgelehnt würden, so der deutsch-finnische Bildungsexperte. Das Erfolgsrezept ist nach seinen Worten weniger in der Struktur der Schulen zu suchen als in der „Schulkultur“. Keine finnische Schule könne

behaupten: „Dieser Schüler gehört nicht zu uns.“ Anders als in Deutschland müssten sich „finnische Lehrer ihren Schützlingen anpassen und sie individuell fördern“.