BREMEN - Die erste Ausstellung widmet sich Zeichnungen von Karl Dillschneider. Sie zeigen die Sanierung des Viertels.
Von Thomas Kuzaj
BREMEN - Bremens ältester Stadtteil hat wieder ein Archiv. Das Schnoor-Archiv ist jetzt in die Räume des Bremer Geschichtenhaus im Jakobus-Packhaus an der Wüstestätte gezogen. Dort sind jetzt Architekturzeichnungen von Karl Dillschneider zu sehen.Die Zeichnungen von Dillschneider sind der Auftakt einer Reihe von Archiv-Ausstellungen, die künftig im Schnoor-Archiv gezeigt werden sollen. Der Denkmalpfleger gilt als der Vater der großen Schnoor-Sanierung, mit der das Viertel in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts vor dem drohenden Verfall gerettet werden sollte. Aus dieser Zeit stammen auch die ausgestellten Werke des Architekten.
Im Februar 1959 hatte die Bürgerschaft das Gesetz zur Wiederherstellung des ältesten Bremer Viertels und der Umgebung der St.-Johannis-Kirche beschlossen. Mit diesem Gesetz war der Weg frei, das 2,2 Hektar große Gelände mit 122 Häusern unter Denkmalschutz zu stellen. Einen Ortsstatus von 1955 brachte Schnoor-Bürgermeister Wolfgang Loose zur Eröffnung des Archivs in den neuen Räumen mit.
Gegründet hatte das Archiv Loose bereits 1959 mit seiner Frau Anneliese. Sie begannen, Dokumente, Fotografien und Schriften zusammenzustellen und sie im Haus Schnoor 21/22, im Schifferhaus, öffentlich ausstellten. Auch Baupläne, Karten und archäologische Fundstücke und historische Gegenstände aus dem Schnoor gab es dort zu sehen. Bis 2004 pflegte das Ehepaar Loose ihr privates Museum noch selbst.
Das Schnoor-Archiv ist für interessierte Besucher nur nach vorheriger Anmeldung zugänglich.
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