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NWZonline.de Region Bremen

Sanierung: Haus Schütting wird bis Ende März zur Baustelle

03.02.2020

Bremen Container neben dem Gebäude, ein Bretterzaun vor der prächtigen Fassade – nach dem Haus der Bürgerschaft hat der Bremer Marktplatz jetzt seine zweite Baustelle bekommen. Denn im Haus Schütting, Sitz der Handelskammer, muss der Keller saniert werden.

Die Teilnehmer der 476.  Bremer Schaffermahlzeit werden den Marktplatz am 14. Februar also in einem recht ungewohnten Look zu Gesicht bekommen. Und auch Touristen müssen bei ihren Marktplatz-Selfies noch für längere Zeit Holzzäune in Kauf nehmen. Der Keller im denkmalgeschützten Haus Schütting muss saniert werden, „um das Gebäude langfristig vor Feuchtigkeit und anderen Schäden zu schützen“, so eine Handelskammer-Sprecherin. Und weiter: „Diese Sanierung haben wir bereits seit Längerem geplant und vorbereitet.“

Denn im Keller waren sogenannte Ausblühungen entdeckt worden. Klingt nicht gut, ist auch nicht gut – wenn nichts dagegen unternommen wird. In dem historischen Bauwerk von 1538 ist Feuchtigkeit in die Kellerwände eingedrungen. Die Ausblühungen sind eine Folge davon: Schimmel hier, abplatzender Putz dort.

Dem Vernehmen nach sollen die Kellerräume bis Ende Mai renoviert sein. Zu Beginn kommen die Räume des „Club zu Bremen“ und des Restaurants „Feines 1783“ an die Reihe, anschließend soll dann das darunterliegende Stockwerk folgen. „Wir haben wegen umfangreicher Bauarbeiten bis circa Ende März geschlossen“, heißt es auf der Homepage des Lokals „Feines 1783“.

Mindestens im ersten Quartal würden die Clubräume „aufgrund der Sanierungsarbeiten“ nicht zu Verfügung stehen, heißt es beim „Club zu Bremen“. Der Geschäftsbetrieb werde „durch den Umbau nicht beeinträchtigt“, so Dr. Claudia Nottbusch, die Vorsitzende.

Der flämische Baumeister Johann dem Buschener (Antwerpen) hat den Schütting von 1536 bis 1538 im Auftrag der Bremer Kaufleute als Gildehaus erbaut. Sein Standort ist kein Zufall, sondern eine bewusste Wahl. „Als Sitz der Kaufmannschaft ist er städtebaulich dem Rathaus gegenübergestellt“, heißt es in der Denkmaldatenbank des Landeskonservators. 1594 wurde die Front zum Marktplatz umgestaltet – „diese Arbeit hat Lüder von Bentheim ausgeführt“. Von dem Architekten der Weserrenaissance stammen auch die Stadtwaage und die Fassade des Rathauses. Von 1895 bis 1899 entstand dann die Marktfront des Hauses Schütting, geschaffen von Dombaumeister Max Salzmann.

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