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NWZonline.de Region Bremen

Bildungsverlierer Bremen

21.10.2019

Bremen Die Neuntklässler in Bremen bilden bei Mathe das Schlusslicht, in den Naturwissenschaften sieht es kaum besser aus. Insgesamt ist Bremen im IQB-Bildungstrend wieder Schlusslicht – wie schon 2012.

Bundesweit waren Neuntklässler in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Biologie getestet worden. „Diese Ergebnisse sind enttäuschend, aber auch leider nicht überraschend“, sagt dazu Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD). Bereits der Grundschulländervergleich 2016 habe deutlich Schwächen bei Mathematik offenbart. Bogedan findet dann auch noch Positives: Trotz der „schwieriger werdenden sozialen Bedingungen“ seien die Ergebnisse im Vergleich zu 2012 „weitestgehend stabil“, sprich: Bremen bleibt „stabil“ auf dem letzten Platz. Der Weg sei richtig, die Strecke jedoch noch lang, betont die Senatorin. Sie geht davon aus, dass viele Schüler von Anfang an so viele Defizite mitbringen, dass sie diese in der Regelschulzeit kaum aufholen könnten. Betroffene müssten mehr Lernzeit, mehr Förderunterricht haben. Da die jetzt getesteten Schüler die Sekundarstufe I bereits abgeschlossen hätten, soll es für sie mehr Unterstützung zwischen Schule und Beruf geben.

Was sind die „schwieriger werden sozialen Bedingungen“? Bogedan nennt da mehr Schüler mit Förderbedarf in den Regelklassen sowie einen Ausländeranteil in den Klassen von mehr als 40 Prozent .

Als „dramatisch“ bezeichnet Janina Marahrens-Hashagen, Präses der Handelskammer, die Ergebnisse: „Die mangelnde Qualität der schulischen Allgemeinbildung gefährdet die Fachkräftesicherung und ist eine schwerwiegende Hypothek für den Wirtschaftsstandort Bremen.“ Sie fordert eine bessere personelle und sachliche Ausstattung. Yvonne Averwerser (CDU) sieht insbesondere die schlechten Matheergebnisse als Tiefpunkt. Mehr als 40 Prozent der Schüler erreichten nicht einmal mehr den Mindeststandard und hätten seit der Grundschule nichts dazugelernt (Bundesdurchschnitt: 24 Prozent). Die „Qualität der Bildung“ müsse im Zentrum stehen.

Die Gewerkschaft GEW verlangt deutliche Investitionen in bessere Lernbedingungen, zum Beispiel in kleinere Klassen.

Die FDP hält die SPD-Bildungspolitik für gescheitert und fordert ein Trendwende, „die sich im Haushalt widerspiegelt“.

Die Linken beklagen, dass es nach wie vor in Bremen wenig gelinge, Kindern aus armen Elternhäusern zum Schulerfolg zu verhelfen.

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