BREMEN - Die Schüler erfahren wie eine Filteranlage funktioniert. Sie erzeugen auch Strom mit Muskelkraft.
Von Kerstin Buss
BREMEN - Wie viel Technik hinter dem Badespaß im Südbad steckt, durften gestern fast 90 Kinder der fünften Klassen des Hermann-Böse-Gymnasiums erkunden. „Warmduscher und Energiesparer“ nannte sich der von den Bremer Bädern und der Bremer Energie-Konsens organisierte Erlebnisworkshop.Harrison, Helen, Melanie, Arina, Jessica, Marcel, Christian, Fabio und Dennis aus der 5b staunten nicht schlecht, als es in den Keller unter dem Schwimmbad ging und Henrike Thomas vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) ihnen das Innenleben der Filteranlage erklärte. Für das Badevergnügen werden riesige Mengen Wasser ständig gefiltert und mit der richtigen Menge Chlor versetzt. Der pH-Wert wird bestimmt und mit Säure oder einer Base korrigiert, dann wird das Wasser aufgeheizt und wieder ins Becken gepumpt. „Und wozu ist das Chlor?“ fragte Harrison. „Das ist gegen die Bakterien“, erklärte eine Klassenkameradin.
Doch der Besuch im Keller ist nur eine Station auf der Erlebnistour. Im Badebereich bestimmten die Kinder mit Zehn-Liter-Eimern, wie viel Wasser pro Minute durchläuft und sahen an der nächsten Station, einer Spüle mit unterschiedlichen Armaturen, welche Möglichkeiten es zum Wassersparen gibt. So ist die Durchlaufmenge bei modernen Wasserhähnen wesentlich geringer als bei den „alten Kamellen“.
Zu den einzelnen Aktionen vom Wasserradbasteln aus Überraschungseierschalen bis zur Energieerzeugung mit Muskelkraft mussten die Fünftklässler Antworten auf die Fragen des Energiesparquiz’ finden. Zwischendurch kam das Baden natürlich nicht zu kurz.
Der Erlebnisworkshop ist Teil eines Projektes der Bremer Bäder und der Bremer Energie-Konsens GmbH, mit dem im kommenden Jahren bis zu zehn Prozent des Wasser- und Energieverbrauchs der Schwimmbäder eingespart werden soll. Dazu können auch die kleinen Badegäste beitragen, indem sie nicht dauerduschen.
