BREMEN - Mit einer gezielten Strategie will sich Bremen fit für Europa machen. Der Senat hat daher gestern erstmals eine EU-Strategie beschlossen. Bau- und Europasenator Reinhard Loske (Grüne) will sich dabei auf „wesentliche Handlungserfordernisse und Projekte“ konzentrieren. Sein Motto: „Wir können nicht alles machen, aber was wir machen, machen wir gut.“

Konkret soll der schon jetzt bedeutende Luft- und Raumfahrtstandort als „Modellregion Raumfahrt für Deutschland in Europa“ ausgebaut werden.

Um die globale Wettbewerbsfähigkeit der Bremischen Häfen sicherzustellen, sieht Loske eine gute Anbindung an die europäischen Verkehrsnetze als vorrangiges Ziel an. Außerdem hat sich der Senat vorgenommen, „für möglichst günstige Rahmenbedingungen für nachhaltige Beschäftigung und soziale Integration“ zu sorgen.

Im Bereich der Meereswissenschaften soll die international anerkannte Forschungskompetenz weiter ausgebaut werden. Auch die erneuerbaren Energien will Bremen stärken. Mehr politische Akzente in der Bremer Vertretung in Brüssel und eine aktive Rolle im Zusammenwirken mit anderen europäischen Regionen gehören ebenfalls zur Strategie. Verwaltungsmitarbeiter sollen ihre EU-Fitness stärken, indem sie befristet nach Brüssel geschickt werden.