BREMEN - „Als ich heute Morgen die Jalousien hochgezogen und den Regen gesehen habe, da hab‘ ich mich gefreut“, sagt die nette Dame gestern am Eingang zur Sonderausstellung „1001 Nacht – Wege ins Paradies“ im Bremer Übersee-Museum. Kein Wunder, denn das schlechte Wetter bescherte dem Museum zum Abschluss der Ausstellung einen Besucheransturm.

Auch Erika und Jan aus Syke-Barrien nutzen den Tag, um mit ihren beiden Enkeln Martha und Tammo ins Übersee-Museum zu gehen. Und die Sykerin ist richtig begeistert: „Die Kinder können hier so viel machen. “ Wie viele andere, schlendern sie nicht nur durch die Paradies-Ausstellung, sondern nehmen die Gelegenheit wahr, auch die Dauerausstellung des Museums zu besuchen.

Unter dem Motto „Himmel und Hölle“ steht das gestrige Abschlussfest. Denn im November geht‘s vom Paradies geradewegs zum Bösen. „All About Evil“ heißt es dann – Kontrastprogramm im Übersee-Museum. „Himmel und Hölle“ heißt auch ein Hüpfspiel für Kinder. Auf einem knallblauen Teppich gleich im Foyer sind Zahlen aufgedruckt. Die Kinder sollen den Stein auf die Drei, die Fünf und auf den Himmel werfen – und dann hüpfen. „Mehr geht heute nicht“, sagt Yvonne Ströhmer, „damit alle rankommen.“ Als Belohnung gibt‘s für alle Teilnehmer Gummibärchen.

Am „Wunschbaum“ ein paar Schritte weiter hängen bunte Zettel mit Sehnsüchten, anlehnend an buddhistische Gebetsfahnen. Leonardo wünscht sich einen Nintendo, jemand anderes einen Papagei.

Amüsiert betrachten zwei Frauen unterschiedlichen Alters den „Jungbrunnen“, der mit „Ersatzteilen aus der deutschen Gegenwart“ bestückt ist: Da finden sich u.a. Perücke, Brille, Viagra, und Beinprothese. Nun denn. . .