BREMEN - BREMEN/JE - Seit Jahresbeginn, seit die Arbeitsmarktreform unter dem Stichwort Hartz IV umgesetzt wird, registriert die Bahnhofsmission einen steigenden Zulauf von Leuten, die in soziale Not geraten sind.
„Wir leisten heute eher Lebens- als Reisehilfen“, sagt Hella Wilkening, Leiterin der Bremer Bahnhofsmission. „Wir sind zum Anlaufpunkt für Menschen geworden, die im ,sozialen Brennpunkt Bahnhof’ einen Schutzraum suchen.“ Und das werden immer mehr.
Die Zahlen sprechen für sich. Im Jahr 2004 zählte die Bahnhofsmission 37 621 Kontakte, vier Jahre zuvor waren es 26 060. Der Anstieg ist fast ausschließlich auf die wachsende Armut und die Angst vieler Menschen vor dem Verlust ihrer Wohnung und vor weiterem sozialen Abstieg zurückzuführen.
Am „Tag der Bahnhofsmission“, der am Sonnabend, 23. April, bundesweit erstmalig veranstaltet wird, informiert die Bremer Bahnhofsmission von 10 bis 16 Uhr in der Bahnhofshalle über ihre Arbeit.
