BREMEN - Die Betreuungsplätze sollen um 181 Plätze erhöht werden. Die Qualität der Einrichtungen werden weiterhin gewährleistet.

Von Ralf Sussek

BREMEN - Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres stehen weitere 181 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder im Alter bis zu drei Jahren zur Verfügung. Die städtische Deputation für Soziales, Jugend, Senioren und Ausländerintegration hat einen entsprechenden Vorschlag von Senatorin Karin Röpke (SPD) zugestimmt. 83 dieser Plätze sollen in betriebsnahen Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung entstehen, die übrigen in Einrichtungen von Elternvereinen oder Kindergärten.

Außerdem soll die Tagespflege ausgebaut werden – um 70 Plätze bei Tagesmüttern. „Ich freue mich sehr, dass wir damit einen guten Schritt auf dem Weg weiterkommen, für Frauen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern“, sagte die Senatorin. Die zusätzlichen Plätze werden vorrangig an Kinder vergeben, deren Eltern berufstätig sind oder sich in Aus- und Weiterbildung befinden. Die Entscheidung für die Träger erfolgte anhand von Kriterien, die mit der Deputation für Soziales abgestimmt sind.

„Bei der Auswahl wurde zugleich darauf geachtet, dass die für die Betreuung der unter Dreijährigen vorgegebenen Standards eingehalten werden und die für die Arbeit mit den Kindern notwendige Qualifikation der Betreuungskräfte gewährleistet ist“, so Röpke.

Der Senat hatte im Dezember 2005 beschlossen, dass 2006 und im kommenden Jahr zusätzliche Mittel für den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren zur Verfügung gestellt werden sollen. Für Bremen sind dies eine Million Euro im Jahr 2006 und 3,5 Millionen Euro in 2007, für Bremerhaven jeweils 200 000 und 700 000 Euro. In Bremen gibt es derzeit 814 Plätze für die Altersgruppe unter drei Jahren (Versorgungsquote 6,2 Prozent), in Bremerhaven 79 (2,5 Prozent).

Das Konzept der Senatorin sieht den jährlichen stufenweisen Ausbau der Betreuungsplätze bis hin zu einer 20prozentigen Versorgungsquote im Jahr 2010 in Bremen und Bremerhaven vor. In Bremen müssen rund 1100 Plätze, in Bremerhaven rund 590 zusätzlich geschaffen werden.