BREMEN - Wenn man auf gut 200 Quadratmetern alle Objekte ins rechte Licht setzen will, dann braucht man jede Menge Leuchtkraft. Das ist beim kleinen Hafenmuseum im Speicher XI nicht anders, verschlingt aber einen Großteil des Etats. Neue, zeitgemäß energiesparende Lampen zu kaufen, eine Investition, die schlichtweg nicht machbar war, wie Astrid Müller, Leiterin des Hafenmuseums Speicher XI und Vorstandsmitglied der Speicherbühne Bremen, betont. Dass jetzt dennoch energiesparende Leuchtkörper für angenehmes Licht im Museum, auf der Bühne und zusätzlich bei der Blauen Karawane sorgen, ist einem „außergewöhnlichem Sponsoring“ zu verdanken, so Andreas Lieberum von der Agentur ecolo.

Der Bremer Heimtiernahrungshersteller Saturn Petfood GmbH hat die Kosten für die Energiesparmaßnahmen in den drei Kultureinrichtungen übernommen. „Die Idee, die Einrichtungen zu unterstützen, entstand während der Produktion zu einer Broschüre über unsere Umweltschutzaktivitäten“, sagt Volker Kaul von Saturn Petfood. Die durch die Herstellung und Verteilung der Broschüre entstandene Umweltbelastung wolle man nicht durch gekaufte CO2-Zertifikate kompensieren. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, einen Beitrag vor Ort zu leisten und Bremen einzubeziehen“, betont Kaul, dessen Produktionsbetrieb im vergangenen Jahr als einer von vier Klimaschutzbetrieben ausgezeichnet worden ist.

Insgesamt 2500 Euro sind an die drei kulturellen Einrichtungen geflossen. „Für uns ist das bereits eine bedeutende Summe“, unterstreicht Müller. Im Museum konnten durch die Mittel alle gut 300 Halogenstrahler gegen neue, energieeffizientere Lampen getauscht werden. Durch den Glühlampenwechsel und einen bewussteren Umgang mit dem Thema Strom erhofft sie sich, allein im Museum jährlich rund 2000 Euro einsparen zu können. Geld, das dringend für museumspädagogische Programme benötigt werde. „Davon könnten wir vier solcher Programme für Kinder finanzieren“, so Müller.

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