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NWZonline.de Region Bremen

Ein neues Markenrevier entsteht

15.02.2019

Bremen Es ist ein gewaltiges Projekt an einem markanten Platz. 300 Millionen Euro investiert der Bremer Bauunternehmer Kurt Zech am Europahafenkopf in den Bau eines Ensembles aus vier Gebäuden. Dazu zählen ein neuer Firmensitz, zwei Wohngebäude und ein Parkhaus. „Das ist ein wunderbares Projekt“, sagte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) am Donnerstag beim Spatenstich auf dem Areal am Eingang zur Überseestadt.

Strahlend blauer Himmel, milde Winterluft – das Ambiente passte. Und der Termin: Exakt vor 110 Jahren hat Kurt Zechs Großvater Gustav das Unternehmen in Breslau gegründet – ein doppelter Feiertag für den Firmenchef. Für ihn sei der Umzug in die Überseestadt eine Rückkehr in die Heimat, ein Trip „back to the roots“, sagte Zech. Nach dem Krieg sei die Familie in Bremen hängengeblieben. Und in Walle sei das Unternehmen wieder aufgebaut worden, habe die Familie gelebt. Am Gymnasium Waller Ring schließlich habe er Abitur gemacht.

Zech streifte in seiner Rede die Entstehungsgeschichte des Projekts bis hin zur Auswahl des „fantastischen Entwurfs“ des Kopenhagener Architekturbüros Cobe, das sich gegen fünf Mitbewerber im Ideenwettbewerb durchsetzte. Vier Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 82 815 Quadratmetern sollen auf dem 2,2 Hektar großen Areal am Kopf des Europahafens erbaut werden. Der Komplex soll auf die vier Bremer Stadtmusikanten verweisen.

Im Zentrum steht der neue Unternehmenssitz der Zech-Gruppe mit 32 000  Quadratmetern Bürofläche, untergebracht in einem 18-geschossigen Hochhaus. „Wir wollen die schönsten Arbeitsplätze Bremens bauen“, sagte der erfolgreiche und umtriebige Bauunternehmer. Hinzu kommen 30 000 Quadratmeter Wohnbaufläche, verteilt auf zwei Lofthäuser sowie ein Mobilitätshaus. 342  Wohnungen sollen entstehen, darunter 70 Sozialwohnungen. In den Lofthäusern Nord und Süd ziehen den Plänen zufolge zudem 20 Ladengeschäfte ein. 870 Stellplätze für Autos und 1 200 für Fahrräder sind geplant. Im Areal plant Zech zudem eine 3 000 Quadratmeter große und 7,50 Meter hohe Food-Halle, in die jeweils zeitlich befristet sieben bis acht Foodtrucks einziehen sollen. Dieser Gastrobereich soll nicht nur eine riesige Betriebskantine für die 1 400 Zech-Mitarbeiter sein, die an den Europahafenkopf ziehen, sondern auch für die Nachbarschaft und für alle Bremer geöffnet werden. Ein Park mit Freiflächen und 47 neu angepflanzten Bäumen soll als eine Art Marktplatz den Neubaukomplex beleben. „Das wird die Überseestadt deutlich bereichern“, sagte Zech. Auch mit der Fassade der Häuser will er Akzente setzen. Rötliche Farben dominieren. Und gebogene Scheiben zieren die Fassade: „Die sind irrsinnig teurer, doch das hat der Standort verdient.“

Bürgermeister Sieling schließlich sprach von einer „hohen Qualität“ des Ensembles mit „vier Hochpunkten“. Letztlich sei das Projekt ein „großer Schritt in der Schaffung von Urbanität“. Die Überseestadt werde immer mehr zu einem „Marken-Revier für die wachsende Stadt Bremen“. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) schließlich ergänzte: „Es ist schön, dass die Leerstelle in der Silhouette mit markanter Architektur gefüllt wird.“ Das sei ein bisschen „Kopenhagen-Feeling“.

Das erste Gebäude soll den Plänen zufolge 2020 fertig sein, der gesamte Komplex im Jahr 2021.

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