Bremen - Die FDP-Fraktion in der Bremer Bürgerschaft lehnt die Pläne zur Bebauung der Galopprennbahn in der Vahr rundweg ab – auch den Vorschlag der Grünen einer 50-Prozent-Bebauung (diese Zeitung berichtete). „Die Galopprennbahn darf nicht zur nächsten vollbebauten Betonwüste in der Stadt werden. Wir sprechen uns deshalb für eine Weiterentwicklung zum aktiven Naherholungsgebiet für alle Bremer aus“, sagte Fraktionsvorsitzende Lencke Steiner, „eine reine Bebauung steht dem Leitbild einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt entgegen.“
Steiner befürwortet die Pläne der CDU, noch im Februar eine mögliche Sondersitzung der Bürgerschaft abzuhalten. „Über die Zukunft der Galopprennbahn, die mögliche Bebauung und Weiterentwicklung, sollte am 26. Mai entschieden werden“, empfiehlt die Fraktionschefin. Bei dem Termin handelt es sich um den Tag der Bürgerschaftswahl.
Dieser Ansicht sind auch die Linken. Der Grund: „Wir wollen nicht, dass dem Volksbegehren auf formalen Weg Steine in den Weg gelegt werden – auch wenn wir inhaltlich anderer Meinung sind“, so die Fraktionsvorsitzende Kristina Vogt.
Den Alternativvorschlag der Grünen (50-Prozent-Bebauung) mit abstimmen zu lassen, sieht die Linke dagegen skeptisch. „Das wirkt wie ein taktisches Manöver.“ Inhaltlich ist die Fraktion für eine Bebauung der Rennbahn, aber ohne Verkauf der Flächen an Investoren.
Am 30. März vergangenen Jahres fand auf der Galopprennbahn in der Vahr das letzte Pferderennen statt. Betrieben wurde die Anlage durch den Bremer Rennverein von 1857.
