BREMEN - Ende 2005 wurden 663 467 Einwohner gezählt. Auch Bremerhaven wird für 2006 ein Plus prophezeit.

Von Jörg Esser

BREMEN - Die Datenflut kommt in Bremen pünktlich zum Jahresende: Gestern legten Jürgen Dinse, Leiter des Statistischen Landesamtes, und sein Kollege Horst Lange den Statistischen Jahresbericht 2006 vor. Der enthält auf 290 Seiten eine umfangreiche Zahlensammlung des Jahres 2005.

Die Bevölkerung im Land Bremen wächst. Moderat zwar, aber immerhin. Am Ende des Jahres 2005 wurden 663 467 Einwohner gezählt, 254 mehr als ein Jahr zuvor. In der Stadt Bremen wuchs die Zahl um 920 auf 546 852, Bremerhaven verlor hingegen 666 und sank auf 116 615 Einwohner.

Der Landestrend bleibt positiv – die Statistiker rechnen für 2006 mit rund 1000 zusätzlichen Landeskindern. Erstmals seit langer Zeit wird auch Bremerhaven wieder ein Plus prophezeit – von 100 Einwohnern.

Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) zeigt sich erfreut über „die Verstetigung des Zuwachses“. Statistiker Dinse verweist darauf, dass der Einwohnerverlust ans Umland „gegen Null geht“. Die Zahl der Abwanderer nach Oyten, Stuhr, Syke, Eißel, Eissel oder Wildeshausen und die Zahl der Einwanderer in die Kernstadt hält sich die Waage.

Ein Wert, der Dinse überrascht hat. Zum Vergleich: Vor wenigen Jahren lag das Bremer Saldo gegenüber den Nachbargemeinden noch bei über 5000 Einwohnern. 2062 ehemals ausländische Mitbürger nahmen im Jahr 2005 ihre Einbürgerungsurkunde entgegen. 2004 waren es 2040.

Die Zahl der im Land lebenden Ausländer lag bei knapp 82 000. Im Land Bremen wurden insgesamt 2960 Ehen geschlossen, zehn mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Scheidungen sank um 177 auf 1777.

Mehr Infos unter www.statistik.bremen.de