BREMEN - Der Schritt in die Selbstständigkeit hat sich für den Mathematiker Dr. Patrick Bangert nachhaltig als erfolgsversprechend erwiesen. An diesem Montag ist dem Unternehmer auf der „Hannover Messe“ der „Industriepreis 2008“ der Initiative Mittelstand verliehen worden.

„Ohne sich hohe Ziele zu setzen, kann man keine hohen Ziele erreichen“, sagt Bangert im Gespräch mit unserer Zeitung. Die hohen Ziele hat er mit dieser renommierten Auszeichnung quasi im Schnellschritt verwirklicht. Das nächste Ziel ist für ihn bereits klar definiert: Die Marktführerschaft in der Anlagenoptimirerung.

Mit seinem Unternehmen „algorithmica technologies“ GmbH“ hat sich Bangert im August 2005 selbstständig gemacht. Bangert, promovierter Mathematiker und vor seinem Firmenstart Juniorprofessor an der Jacobs University, nutzt die Fähigkeiten der Mathematik für einen gewinnbringenden Technologietransfer. Mit der Produkentwicklung „Nemo“ (Neuronator Maintenance Optimiser) will er nicht nur einen Markt für sich erobern. Bangert hat sich gegen mehr als 600 Bewerber als Gesamtsieger des „Industriepreises 2008“ durchgesetzt. Eine Auszeichnung, die ihn ebenso freut, wie überrascht. „Es ist schön, wenn wir jetzt etwas bekannter werden“, sagt er bescheiden. Prestige statt Preisgeld – immerhin bekommt der Gesamtsieger eine Marketingkampagne im Wert von 75 000 Euro als Auszeichnung.

Diese Kampagne hat im Falle von „algorithmica technologies“ das Potenzial, eine Auftragslawine loszutreten. Bangert hat mit „Nemo“ ein System entwickelt, das zuverlässig prognostizieren kann, wann industrielle Maschinen ausfallen werden. „So können Ersatzteile rechtzeitig beschafft werden“, zählt er nur einen der Vorteile auf. Möglich macht diese Zukunftsprognose die Mathematik. Anhand von ermittelten Messwerten errechnet ein Modell die zukünftige Wartungsanfälligkeiit.

Für Unternehmen bedeutet „Nemo“ eine immense Kosteneffizienz.