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NWZonline.de Region Bremen

Studie: Die schwierige Suche nach einer Wohnung

25.09.2018

Bremen Die Lage am Wohnungsmarkt ist angespannt. Das trifft vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Um gezielt und passgenau deren Wohnraum zu planen, ist es für die Verantwortlichen wichtig, die Präferenzen der Studenten zu kennen. Darum hat das Wissenschaftsressort jetzt eine Studie mit dem Titel „Studentisches Wohnen in Bremen und Bremerhaven“ in Auftrag gegeben.

Die Grundlage der Studie bildet eine repräsentative Befragung von 1136 Studenten an der Universität und den Hochschulen in Bremen sowie 382 Studenten an der Hochschule Bremerhaven im Sommersemester 2018.

Die Befragung zeigt, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum für Studenten unabhängig von persönlichen Merkmalen ein außerordentliches Problem darstellt. Rund 70 Prozent der Befragten bewerteten die aktuelle Wohnungssuche als „sehr schwierig“ oder „eher schwierig“, sagt Dr. Günter Warsewa vom der Arbeitnehmerkammer und der Universität. „Das ist ein Umstand, der sich mittelfristig auf die Attraktivität Bremens als Studienort auswirken könnte“, fährt Warsewa fort.

Fast jeder dritte Bremer Student lebt der Studie zufolge in einer Wohngemeinschaft (32,7 Prozent). Zudem wächst der Anteil der Hochschüler, die weiterhin im „Hotel Mama“ wohnen bleiben oder zu Verwandten ((27,6 Prozent) ziehen. Nur 12,4 Prozent der Studenten bevorzugen das Wohnheim als Wohnform. Und so klafft nur eine kleine Lücke gegenüber der Realität: Derzeit leben elf Prozent der Bremer „Studis“ in Wohnheimen.

Beliebtester Bremer Stadtteil bleibt die Neustadt (27 Prozent) vor der Östlichen Vorstadt (Peterswerder, Steintor, Ostertor) mit 21,5 und Schwachhausen mit 20,8 Prozent.

Bleiben die Kosten: In Bremen wenden Studenten laut Studie im Schnitt monatlich 372,80 Euro für die Warmmiete auf. Und das entspricht nahezu der Hälfte (49,1 Prozent) des monatlichen Budgets. Im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahr 2009/2010 sind die Mietausgaben um 26,8 Prozent gestiegen. Professor Ivo Mossig vom Institut für Geographie der Universität Bremen, sagt dazu: „Es zeigen sich jedoch Verdrängungseffekte zu Lasten der Studenten, da deren Einkommen mit den Steigerungen bei den Mieten nicht mithalten kann.“

„Bezahlbares und hochschulnahes Wohnen ist für Studenten ein wesentlicher Faktor für ein erfolgreiches Studium und für den Wissenschaftsstandort Bremen entscheidend für die zukünftige Attraktivität“, ist sich Hauke Kieschnick, Geschäftsführer des Studentenwerks Bremen, sicher.

Dass Hochschüler die Hälfte ihres monatlich verfügbaren Budgets für die Miete ausgeben müssen, sei eine „äußerst kritische Belastung“. Laut Kieschnick müssen insbesondere in Nähe der Hochschule Bremen in der Neustadt bezahlbare Wohnplätze geschaffen werden.

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