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NWZonline.de Region Bremen

Szene: Platz für Freie Kunst im Tabak-Quartier

05.12.2019

Bremen Musiker, Bildhauer, Maler, Theaterspieler und Tänzer – sie alle sind in Bremens Kunstszene vertreten. Was bisher fehlte? Ein zentraler Anlaufpunkt, in dem sich die Szene vereint, vernetzt und die oft zitierten Synergieeffekte für sich nutzen kann.

Ein solches Zentrum der Freien Kunst soll in Woltmershausen entstehen. Auf dem rund 15 Hektar großen Areal, das einst dem Zigarettenproduzenten Brinkmann gehörte, werden laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte bis Mitte 2021 Künstler aller Richtungen ein neues Zuhause finden. Rund 5000 Quadratmeter stellt der verantwortliche Bremer Projektentwickler Justus Grosse im ehemaligen, denkmalgeschützten Fabrikgebäude dafür zur Verfügung.

Über finanzielle Konditionen machten weder Bovenschulte noch Joachim Linnemann, Geschäftsführender Gesellschafter von Justus Grosse, Angaben. Nur so viel: Als Eigentümer des Geländes vermiete das Unternehmen die Flächen zu „attraktiven Konditionen“, sagte Linnemann. Gewinnmaximierung stehe nicht im Vordergrund, ergänzte er. Zu anfallenden Umbaukosten schwiegen die Beteiligten ebenfalls.

Einst arbeiteten 6000 Fabrikangestellte auf dem Gelände, nun soll das gesamte Areal für 500 Millionen Euro grundlegend umgestaltet werden, so Linnemann. Durch die denkbare Konzentration der Kunstszene erhoffe man, einen „lebendigen Ort“ zu schaffen. „Kunst und Kultur“, so Linnemann, seien „ganz, ganz wichtige Sachen und ein belebender Faktor“ – sowohl für das Tabak-Quartier als auch für den Stadtteil.

„Wir wollen zeigen, dass Künstler hier willkommen sind“, fügte Kultur-Staatsrätin Carmen Emigholz hinzu. Ihren Ausführungen nach plant das Ressort seit 2018 das Projekt. Sechs Monate lang habe man nach Partnern gesucht, die die Sache auch finanziell unterstützen. Während dieser Planungsphase sei zudem die Idee entstanden, den Bremer Philharmonikern einen Proberaum zur Verfügung zu stellen. Der Entwurf hierzu sieht einen mit 400 Plätzen ausgestatteten und bespielbaren Raum vor, der größentechnisch bislang nur im Haus der Shakespeare-Company zu finden sei.

Zunächst, das verriet Bovenschulte, wurde auch über einen Neubau nachgedacht. Doch diese Idee sei schnell verworfen worden. „Zu lang, zu teuer“, begründete er. Mit Beginn des kommenden Jahres geht es in die konkreten Planungen, sagte Emigholz. Dafür müsse zunächst ein genaues Raumkonzept erarbeitet werden, dann soll ein sogenannter Vergabebeirat seine Arbeit aufnehmen. Man wolle zukünftige Künstler und Projekte „nicht nach Nase“ auswählen, sondern in einem Auswahlverfahren. „Alles andere wäre nicht fair“, so Emigholz. Gesucht seien „junge, mutige, innovative Ideen“.

Das Zentrum für Künstler sei nur ein Baustein für das gesamte Areal, so Linnemann. In den kommenden Jahren sollen rund 1500 Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen, das Lokal „Foodbox Pusdorf“, ein Veranstaltungsort im alten Heizwerk, ein Hotel, großflächige Hängegärten und eine Kindertagesstätte entstehen.

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