BREMEN - „Wir müssen unsere Pavillons in den Biergärten abends komplett ausräumen“, sagt Michael Schlüsselburg vom „Feldmanns“ stellvertretend für die Schlachte-Gastronomen, „das tut den Anlagen nicht gut.“ Mit dem Projekt „Künstliche DNA“ wollen sich Gastronomen und Schiffseigner von der Schlachte künftig vor Diebstählen schützen. Immer wieder sei in den vergangenen Jahren eingebrochen worden, berichtet Birgit Benke vom Schlachte-Marketing. Die Diebe hätten Kassensysteme, Kaffeemaschinen und Computer mitgenommen. Von den Schiffen seien Bildschirme, Laptops und Alkoholika gestohlen worden, so Schiffsbetreiberin Sabine Hanstein vor der nun DNA-markierten „MS Friedrich“. Künftig gehen Diebe ein hohes Risiko ein, wenn sie an der Schlachte tätig werden, denn die Gastronomen haben wertvolle Gegenstände mit künstlicher DNA versehen.

Die durchsichtige Flüssigkeit beinhaltet mikroskopisch kleine Plättchen mit einem Code, der einzigartig ist und in einem Register erfasst wird. Dort wird diesem Code der Besitzer zugeordnet. Wenn man einen markierten Gegenstand legal verkauft, sollte man die Registrierung aktualisieren. Wird der Gegenstand gestohlen und beim Täter oder Hehler entdeckt, ist er seinem Eigentümer zuzuordnen. „Aber nicht jeder, der einen markierten Gegenstand dabei hat, wird auch überprüft. Es muss schon ein Verdacht vorliegen“, erklärt Schröter. Es könne ja auch das eigene Handy sein.