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NWZonline.de Region Bremen

Künstliche Intelligenz im Einzelhandel

14.02.2020

Bremen Der Roboter „Donbot“ fährt durch ein Labor. Überall stehen Regale mit Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Waschmitteln. Hier wird im Rahmen des Projekts „Knowledge4Retail“ dazu geforscht, wie Künstliche Intelligenz (KI) im Einzelhandel helfen kann. Das Projekt setzte sich beim Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie durch und wird mit 13 Millionen Euro gefördert.

Der auf Rädern fahrende „Donbot“ hat eine Kamera, mit deren Hilfe er die Regale erkennt und auch die Fächer und deren Einteilung. Auf den Bildschirmen der Programmierer erscheint die von dem Roboter erfasste Wirklichkeit. Er scannt die Etikette an den Regalen des nachgebauten Auszugs eines „dm“-Drogeriemarktes im Uni-Institut. Auf dem Bildschirm tauchen Flaschen mit den verschiedenen Reinigungsmitteln auf, die dort stehen. Der Roboter soll ein digitales Abbild des Supermarktes schaffen. „Ziel ist es, ein Modell zu errechnen, das selbstständig Fragen beantworten kann“, sagt Prof. Michael Beetz (59), Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz an der Uni Bremen.

Das Modell kann dann zum Beispiel Blinde zu einem gewünschten Produkt führen. Genauso kann ein Kunde, der eine Diät einhält, auf die Produkte verwiesen werden, die zu dieser passen. Kontrollen sind möglich, damit keine gesundheitsgefährdenden Produkte in Griffweite von Kindern stehen. Weitere Ziele: Nachts könnten Roboter prüfen, ob alles da steht, wo es hingehört; Roboter füllen Ware nach oder bringen sie an den richtigen Platz. Die digitalen Zwillinge der Supermärkte könnten auch im Internet zugänglich gemacht werden.

Nicht nur Roboter könnten Daten zu aufgestellten Produkten liefern, sondern auch intelligente Regale, sagt Andreas Wulfes vom Team Neusta, einem von 13 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, die unter Federführung des Instituts für Künstliche Intelligenz der Uni Bremen bei dem Projekt zusammenarbeiten.

Das Ergebnis des dreijährigen Projekts „Knowledge4Retail“ soll eine öffentlich zur Verfügung gestellte Basisplattform mit Technologien zur Erzeugung digitaler Zwillinge von Einzelhandelsgeschäften sein, die auch kleine und mittelgroße Firmen ohne hohe Kosten implementieren und auf deren Basis Software-Firmen weitere Anwendungen maßschneidern können. So soll ein wirtschaftliches Ökosystem entstehen.

Jonas Reiling vom Pilotanwender „dm“ sagt: „Für uns ist es eine neue Generation von Datensystemen.“ Möglicherweise ließen sich auch Logistikabläufe mit solchen Datensystemen effizienter gestalten.

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