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NWZonline.de Region Bremen

Allein vorm Altar, allein auf der Bühne

01.02.2019

Bremen Das ist der Ausgangspunkt einer Komödie von Stefan Vögel. Ihr Titel: „Verliebt, verlobt, verschwunden“. Das Ein-Personen-Stück hat am Donnerstag, 7. Februar, um 20 Uhr auf dem Theaterschiff an der Tiefer Premiere; Karten kosten 30 Euro. Regie führt William Danne. Die verlassene Braut – sie heißt Dagmar – spielt Arlette Stanschus.

Die aus Publikumserfolgen wie „Hossa“ und „Ich will Spaß“ bekannte Hamburger Schauspielerin kehrt damit aufs Theaterschiff – und nach Bremen – zurück. Und zum ersten Mal überhaupt steht sie allein auf der Bühne. „Ich habe schon Respekt vor der Aufgabe“, sagt die Schauspielerin und Synchronsprecherin, die per Bahn zwischen Hamburg und Bremen pendelt. Doch: „Ich kann die ganze Zeit reden – alle müssen mir zuhören.“

Natürlich hat Arlette Stanschus, 1975 in Neustrelitz geboren, mit verschiedenen Kollegen gesprochen, die schon Ein-Personen-Stücke gespielt haben. „Ich frage ihnen Löcher in den Bauch. Jeder macht es anders, manche verstecken auch Spickzettel.“ Marcus Rudolph habe gesagt: „Wenn es dem Publikum gefällt, dann weiß man, dass man ganz allein dafür verantwortlich ist.“ Durchaus ein schönes Gefühl.

Und dann gibt es noch das, was Stanschus die „Magie des Theaters“ nennt – Magie, die auch vom Publikum ausgeht: „Weil man von den Menschen ganz viel Energie bekommt. Wenn sie lachen, gibt das Kraft. Und vermischt sich mit dem Adrenalin. Das setzt Kräfte frei. Schauspieler sagen dann, sie werden vom Publikum getragen. Dann fühlt sich alles leicht an.“

Zwei Dinge, so Stanschus, sind grundsätzlich wichtig, wenn man allein auf einer Theaterbühne steht: „Routine und Kondition.“ Die Routine, die soll jetzt in den Durchlaufproben erarbeitet werden. Und die Kondition? „Manche trainieren die tatsächlich mit Sport“, sagt sie.

Und dann ist da ja noch der Text, der gelernt werden muss. Arlette Stanschus lernt gern im Zug, sozusagen als Profi-Pendlerin. Das „monotone Fahrgeräusch“ sei hilfreich. Und: „Die Verspätungen auf der Strecke, die kommen mir natürlich zugute.“ Doch: „Am besten lerne ich auf der Probe, wenn sich die Handlung mit dem Text verknüpft.“

Apropos – Handlung: Dagmar ist „eine Frau Mitte 40, mitten im Leben“, erzählt Stanschus von ihrer Rolle. „Sie hat einen Ex-Mann und zwei Kinder. Der Mann hat sie wegen einer Jüngeren verlassen.“ Dann aber hat sie einen neuen Partner kennengelernt, den sie nun heiraten will. Bis sie den ominösen Zettel auf dem Nachttisch findet. Für Dagmar Anlass, sich zurückzuziehen an einen Ort ihrer Kindheit – in ihr altes Baumhaus im Garten der Eltern nämlich. Das ist der Platz, an dem sie ihre Gedanken sortiert, Bilanz zieht, mit der Hilfe von Stofftieren und Puppen ihr Leben nachspielt, sich so ihre Gedanken macht über die Männer. Ja, ein ernstes Thema. Aber Dagmar macht es auf ihre Weise.

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