BREMEN - BREMEN/DPA - Die norddeutschen Bundesländer wollen künftig beim Tourismusmarketing für ausländische Besucher stärker an einem Strang ziehen. Eine gemeinsame Erklärung der Wirtschaftsminister und -senatoren von Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurde gestern beim zweiten Tourismusgipfel Nord in Bremen vorgestellt. „Es hilft uns nicht, dass wir darüber streiten, wohin der ausländische Gast nach Norddeutschland kommt, wenn er schließlich gar nicht kommt“, sagte die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium von Schleswig-Holstein, Karin Wiedemann. Norddeutschland müsse als ganzes im Ausland bekannt gemacht werden.

Der Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Tourismusausschuss, Jürgen Klimke, sprach von Defiziten bei den ausländischen Besucherzahlen in den fünf norddeutschen Bundesländern. Deutschlandweit seien 14 Prozent aller Gäste aus dem Ausland angereist, im Norden betrage der Anteil lediglich sechs Prozent. Bremens Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek (CDU) sieht die Möglichkeit, gemeinsame Pakete für Urlaubsreisen zu schnüren. Budgets für das Marketing müssten gebündelt werden.