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NWZonline.de Region Bremen

Auf den Spuren der Großeltern

25.10.2017

Bremen Xenia Rogahn, „Miss Freimarkt 2017“, hat die große Ehre, der fünften Bremer Jahreszeit ein Gesicht zu geben. Genau mit diesem Ziel hat sich die frischgebackene Abiturientin zu dem Wettbewerb angemeldet. Bemerkenswert: Opa und Oma der „Miss Freimarkt“, Karl-Heinz und Hannelore Sengstake, waren lange das Symbol des Volksfestes.

Das Paar ähnelte einer Zeichnung des Karikaturisten Volker Ernsting. „Das Bild war zuerst da. Die beiden wurden bei einem Casting ausgewählt. Sie sehen der Zeichnung aber extrem ähnlich“, sagt Rogahn. In ihrer Bewerbung gab sie an, dass sie einmal ein bisschen in die Fußstapfen ihrer Großeltern treten wolle.

Rogahn liebt den Freimarkt seit jeher. Zum Freimarktsbummel gehören für sie der Pizza-Stand und gebrannte Mandeln. „Ich kaufe auch öfter mal Lose. Ich habe da aber eher ein Händchen für die Nieten“, scherzt sie. Von Kindheit an fährt sie gerne „Happy Sailor“. Außerdem mag sie den „Commander“. Karussells, bei denen es extrem weit in die Höhe geht, sind dagegen nicht so ihr Ding.

Ein anderer Lebensbereich zeigt deutlich: „Miss Freimarkt“ hat starke Nerven und sicher keine Höhenangst. Rogahn ist ein ausgesprochen sportlicher Mensch. Der Zirkus war lange ihr Hobby. Zehn Jahre trainierte sie: im Alter von fünf bis 15 Jahren – erst beim Zirkus „Bambini“, dann bei der Zirkusschule „Jokes“. Danach hörte sie wegen der Schule auf.

Ganz besonders hängt das Herz des Teenagers am Turnen mit dem Vertikaltuch. „Man hängt sich rein. Man lässt sich auch mal ein Stück fallen. Das ist fast wie fliegen. Die Arbeit mit dem Tuch ist noch schöner als mit dem Trapez“, sagt Rogahn und ein Strahlen huscht über ihr Gesicht.

Auch ein weiterer Sport der „Miss Freimarkt“ ist sicher nichts für schwache Nerven: Tauchen.Ganz besonders gerne im Roten Meer. Um dieses Hobby auszuüben, will sie bis zum nächsten Herbst viel um die Welt reisen, soweit ihre Termine als „Miss Freimarkt“ das erlauben. Auf dem Weihnachtsmarkt und der Osterwiese wird sie präsent sein. Noch in diesem Jahr will Xenia nach Australien zum Great Barrier Reef. Später nach Amerika und Asien.

Durch ihre Zirkuserfahrung hat die junge Frau Sicherheit erreicht, wenn es darum geht, sich vor Menschen zu präsentieren. „Beim ersten Auftritt im Zirkus hatte ich noch Lampenfieber, und mir ist sogar schlecht geworden“, erzählt sie. Davon ist heute nichts mehr zu spüren. Nur, wenn sie vor sehr vielen Leuten reden müsse, sei sie noch nervös.

Hinter der „Miss Freimarkt“ liegt ein Sommer voll harter Arbeit. Denn nach dem Abitur hat die 18-Jährige in Vollzeit in der Gastronomie gearbeitet. Noch wohnt die „Miss Freimarkt“ in Mahndorf. Mittelfristig will sie mit ihrer jüngeren Schwester weiter in die Stadt ziehen und Meeresbiologie studieren.

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