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NWZonline.de Region Bremen

Tradition: Bremen feiert seine Stadtmusikanten

23.02.2019

Bremen Die Stadtmusikanten sind schließlich ein – wenn nicht: das – Markenzeichen Bremens; mehr noch als der Bremer Schlüssel. Eine Studie des Bremer Lehrstuhls für innovatives Markenmanagement (2013) belegt die starke Verbundenheit von Stadt und Märchen. Fast 40 Prozent der befragten Nicht-Bremer gaben an, beim Wort „Bremen“ spontan an die vier Figuren der Brüder Grimm zu denken. Das Quartett ist omnipräsent in Bremen.

Am Rathaus, neben dem Eingang zur Unteren Halle, steht die Stadtmusikanten-Plastik des Bildhauers Gerhard Marcks von 1953. In der Böttcherstraße stehen von Bernhard Hoetger geschaffene Stadtmusikantenfiguren auf dem Wasserrohr des Sieben-Faulen-Brunnens (nur der Hahn ist aus Sicherheitsgründen im Museum). Zum Haus St. Petrus, ebenfalls in der Böttcherstraße, gehört eine Messingfigur der Stadtmusikanten, die von dem Bremer Bildhauer Engelhard Tölken stammt. Im Hauff-Saal des Ratskellers zeigt ein Fresko von 1927 die Stadtmusikanten am Tisch der Räuber – Künstler: Max Slevogt. In Huchting schmückt eine Stadtmusikanten-Kupferplastik von Edmund Hopf eine Fassade an der Kirchhuchtinger Landstraße. Und, und, und. Dazu: Postkarten und Taschen, Schals und Schneekugeln, Süßigkeiten und Schirme.

Die Kunsthallen-Ausstellung „Tierischer Aufstand – 200 Jahre Bremer Stadtmusikanten in Kunst, Kitsch und Gesellschaft“ nimmt den Kitsch gleich mit in den Titel. Die Schau ist Teil des „Stadtmusikantensommers“ und dauert vom 23. März bis zum 1. September. Sie zeichnet nach, wie Esel, Hund, Katze und Hahn über bildliche Darstellungen den Weg ins kollektive Gedächtnis fanden. Am Anfang stehen die Arbeiten des englischen Illustrators George Cruikshank, der 1823 die Gewaltmotive des Märchens in den Fokus rückt. Anschließend beginnt eine Geschichte der Verniedlichung, wobei die sozialkritischen Aspekte des Märchens erhalten bleiben.

Der „Stadtmusikantensommer“ beginnt am Sonntag, 3. März, um 20 Uhr mit einem Eröffnungskonzert in der Kulturkirche St. Stephani im Faulenquartier (mit dem zugleich die Teilnehmer der internationalen „Städtepartnerschaftskonferenz“ begrüßt werden). Vier „Stadtmusikanten“ treten auf: Imke Burma (Rezitation), Peter Dahm (Saxophon), Konrad Seeliger (Cello), Tim Günther (Klavier, Orgel). Der Eintritt ist frei.

Höhepunkt der Jubelfeiern wird die fast einwöchige Geburtstagsparty sein, die in der Zeit vom 3. bis 6. Juli in der Bremer Innenstadt und am Weserufer steigt. Den Auftakt dazu macht das „Fensterkonzert“ der Bremer Philharmoniker am 3. Juli, bei dem die Musiker den Domshof aus den umliegenden Häusern heraus musikalisch „verzaubern“, wie es heißt. Auf den Straßen und Plätzen der City treten zudem Straßenmusiker auf. Die „Breminale“ auf den Osterdeichwiesen (3. bis 7. Juli) wird ebenfalls eingebunden. Weitere Großveranstaltungen wie die „Lange Nacht der Museen“ (25. Mai), „La Strada“ (13. bis 16. Juni) und der „Tag des offenen Denkmals“ (8. September) bekommen inhaltliche Anknüpfungspunkte zum Stadtmusikanten-Thema. Wer den Stadtmusikanten entrinnen will, muss Bremen verlassen.

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