BREMEN - Überall geben die Preise nach – nur nicht in Bremen und „umzu“.
Von Thomas Kuzaj
BREMEN - Es gibt wieder mehr Bewegung beim Thema Immobilien: Die Landesbausparkasse Bremen (LBS) erkennt „erste Anzeichen eines Aufschwungs“ auf dem Markt. Gestern präsentierte die LBS ihren vierten „Immobilienmarktatlas“ für Bremen und das Umland. Deutschlandweit hingegen wird mit sinkenden Immobilienpreisen gerechnet – besonders bei gebrauchten Eigentumswohnungen und bei Reihenhäusern. Bremen liegt hier also nicht im Trend.Bundesweit im Trend sind allerdings gebrauchte Einfamilienhäuser – und dieser Trend wiederum ist in der Region „besonders ausgeprägt“, hieß es bei der LBS. Die Folge: Bei gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern werden leichte Preissteigerungen registriert – ebenso übrigens bei Grundstücken im Bremer Umland, wenn sie für Wohnbebauung gedacht sind. Alles in allem bauen die LBS-Rechner jetzt auf eine „positive Entwicklung für den Bremer Großraum“. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien werde weiter steigen.
Und im vorigen Jahr? In Bremen und Umgebung standen 11 200 Bestandsimmobilien – gebrauchte also – zum Verkauf. Hinzu kamen 1 600 Neubauten, sagte LBS-Vorstandsmitglied Wolfgang Mahlstedt bei der Präsentation der Marktanalyse. n Grundstückspreise: In Bremen kosteten Wohnbauflächen im Durchschnitt 200 Euro pro Quadratmeter, in Bremen-Nord 110. Teuerste Lage ist die Östliche Vorstadt mit 430 Euro – im Jahr 2000 waren es dort noch 396. Das teuerste Bauland im Umland gibt es in Achim (158 Euro). Auch in anderen Lagen am Stadtrand sind die Preise über dem Umland-Durchschnitt – so in Stuhr (135) und Weyhe (133).
Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser: „Hier ist die Preisentwicklung in Bremen und im Umland ähnlich“, sagte Wolfgang Mahlstedt. In Bremen kosten „Eigenheime aus dem Bestand“ jetzt im Durchschnitt 1 184 Euro pro Quadratmeter, im Umland 1142 Euro – gut vier Prozent mehr als 2005. Die Spitzen-Preislagen in Bremen: Oberneuland (1794), Schwachhausen (1 621), Borgfeld (1584). Die Umland-Spitzen: Worpswede (1336), Achim (1297), Rotenburg (1279).
Neubauten: Während im langfristigen Vergleich im Umland eine negative Preisentwicklung beobachtet wurde, sind im Stadtgebiet Eigenheime und Eigentumswohnungen teurer geworden. Jetzt aber scheine die negative Entwicklung im Umland „gestoppt“ zu sein, so LBS-Vorstand Mahlstedt.
