BREMEN - Bundesweit agierende Trickbetrüger sind derzeit auch in Bremen aktiv. Opfer sind in erster Linie ältere Mitbürger. Diese Kriminellen wechseln häufig ihre Rollen und präsentieren dabei immer neue Lügengeschichten. Am Donnerstagnachmittag wurden ein Mann in der Vahr und eine Frau in Horn russischer Herkunft Opfer der perfiden Betrugsvariante. Die russischsprachigen Täter waren mit „Schockanrufen“ aktiv, sagte ein Polizeisprecher. Sie riefen gezielt bei den beiden Bremern an und gaben sich als ihre Söhne aus.

Auf Russisch schockten sie ihre Landsleute mit der Botschaft, dass sich der Sohn wegen eines Verkehrsunfalls im Polizeigewahrsam befinde und nur durch Zahlung eines hohen Geldbetrages freigelassen werden könne. Die geforderte „Kaution“ solle an einen Boten entrichtet werden, der auch kurz darauf bei den Opfern erschien und das geforderte Bargeld in Empfang nahm. Mit dieser Masche erbeuteten die Täter mehrere tausend Euro.