BREMEN - BREMEN - „Ich war noch nie hier“, sagte Bürgerschaftspräsident Christian Weber (SPD). Gestern Mittag mischte er sich unter die etwa 200 Gäste, die in der Böttcherstraße die Neueröffnung des renovierten Casinos feierten.

Mehr Tageslicht und gläserner Aufzug, heller Scotland-Saal und schicke Bar: Die Räume haben sich deutlich verändert.

Die Arbeiten begannen im Juli vorigen Jahres. Insgesamt investierte das Casino etwa 2,5 Millionen Euro. Direktor Klaus Hillermann: „Dieser Umbau ist ein Bekenntnis zum Standort Böttcherstraße.“ Der Direktor weiter: „Mit Spielbanken ist es wie in der Bundesliga: Alle erwarten, dass es kontinuierlich aufwärts geht.“ Man wolle mit dem Casino in Bremen, so kündigte Hillermann an, auch in Zukunft „das Spiel offensiv bestimmen“.

Worte, denen man vor dem Hintergrund des Space-Park-Verkaufs eine besondere Bedeutung beimessen darf. Schließlich war früher schon einmal die Rede davon, dort ein Riesen-Spielcasino einzurichten – als läge Las Vegas plötzlich an der Weser. Was die neuen Besitzer in Gröpelingen genau planen, ist allerdings noch nicht bekannt. Bekannt hingegen ist das Sportwetten-Urteil des Verfassungsgerichts: Das staatliche Monopol ist an strenge Vorgaben zum Kampf gegen Spielsucht geknüpft. Bürgermeister und Innensenator Thomas Röwekamp (CDU), selbst Jurist, nahm die Entscheidung zum Anlass für launige Bemerkungen im Casino Bremen: „Für die Begrenzung der Spielsucht haben Sie ein hervorragendes Ambiente geschaffen.“ Zudem versicherte er den Casino-Betreibern: „Sie sind für unseren Standort wichtig.“

Präsident Weber sagte: „Es ist ein wunderschönes Casino geworden.“ Er drücke „den Daumen“, dass es in der Böttcherstraße bleibt: „Hier gibt man das Geld gerne aus.“ Durch die Spielbankabgabe profitiere Bremen – über die Stiftung Wohnliche Stadt – ja auch „erheblich“ davon: „Viele Dinge könnten wir uns nicht leisten, wenn es das Casino nicht gäbe.“ Dessen neu gestaltete Räume weckten großes Interesse. Die Gastgeber Klaus Hillermann und Thomas Schindler begrüßten – neben den Politikern – unter anderem Susanne Gerlach (Böttcherstraße GmbH), Karstadt-Geschäftsführer Heinz-Jürgen Wagner, Handelskammer-Syndicus Dr. Matthias Fonger. Und Dietrich Damm (Stiftung Wohnliche Stadt), Joachim Linnemann (Bürgerparkverein), Bürgerpark-Direktor Werner Damke. Selbst die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war zu sehen – live von der Haushaltsdebatte im Bundestag auf einem großen Fernsehschirm im Scotland-Saal.

Infos: www.casino-bremen.de